Kinotipp: «A Hologram For the King» TomTom in Topform

Was Tom Tykwer und Tom Hanks aus Dave Eggers Roman «A Hologram for the King» gemacht haben, ist schlicht grossartig!
Wo bitte gehts zum König? Der Manager (Tom Hanks) und sein Fahrer (Alexander Black) in der Wüste.
© Ascot-Elite

Wo bitte gehts zum König? Der Manager (Tom Hanks) und sein Fahrer (Alexander Black) in der Wüste.

Zugegeben: Es gibt viele Schauspieler, die besser aussehen als Tom Hanks. Aber unbestritten ist: Es gibt nur wenige, die besser sind in ihrem Job. Der Mann kann einfach alles spielen: Den sympathischen Simpel («Forrest Gump», oscargekürt 1995), den tapferen Todgeweihten («Philadelphia», oscargekürt 1994), den abgehobenen Wall-Street-Banker («The Bonfire of the Vanities», 1990), den aalglatten Betrüger («Ladykillers», 2004), den verbissenen FBI-Fahnder («Catch Me If You Can»), den windigen Politiker («Charlie Wilson’s War», 2007), ja sogar als onkelhafter Walt Disney war er eine Wucht (in «Saving Mr. Banks» 2013).

Alles sehr seltsam hier, findet Alan (Tom Hanks).
© Ascot-Elite

Alles sehr seltsam hier, findet Alan (Tom Hanks).

Jetzt schlüpft er in die Haut eines IT-Spezialisten, dem die Probleme bis zum Hals stehen: private, berufliche, finanzielle. Die versucht er nun zu lösen, indem er nach Saudi-Arabien reist, um dort dem König eine 3D-Präsentation zu verkaufen. Doch statt des Big Business erwarten ihn fremde Sitten, ein nerviger Chauffeur, fehlendes WiFi, Jetlag und Tage und Tage des Wartens auf den König. Der deutsche Regisseur Tom Twyker («Das Parfum», «Cloud Atlas») hat den Geist von Dave Eggers Roman über den Niedergang eines Managers und der kapitalistischen Weltordnung in grossartige Bilder umgesetzt. Und Tom Hanks zeigt mal wieder allen, dass er der Beste seiner Generation ist. 

Schon allein mit der ersten Szene, die im Trailer zu sehen ist, hat Tom Tykwer eine Wurf gelandet:

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