Kinotipp: «Ben-Hur» Jetzt rasen sie wieder

Prinz, Sklave, Rennfahrer, Gutmensch: Das Heldenepos um den jüdischen Prinzen Judah Ben-Hur, der zur Zeitenwende in Jerusalem lebte, ist einfach zu gut, um nicht von Hollywood im grossen Stil für das junge Kinopublikum ge-remaked zu werden.
Kennt keine Gnade und kein Tempolimit: Judah Ben-Hur (Jack Huston).
© Universal Pictures International Switzerland

Kennt keine Gnade und kein Tempolimit: Judah Ben-Hur (Jack Huston).

Der Vorgänger mit Charlton Heston von anno 1959 hatte doch arg Patina angesetzt. Action-Spezialist Timur Bekmambetov («Wanted», «Abraham Lincoln: Vampire Hunter») hat den Stoff zwar nicht wirklich entstaubt, lässt uns aber dank 3D tief eintauchen in das Gewusel der heiligen Stadt im Morgenland, opulente Gelage in Fürstenhäusern, den Bauch von Kriegsschiffen, einen Schiffbruch, gewaltige Truppenaufmärsche, gigantische Arenen, auf den Kreuzweg  des Messias. Und beim legendären Wagenrennen sind wir quasi life dabei.  

Ziemlich beste Freunde: Judah (Jack Huston) und sein Stiefbruder Messala (Toby Kebbell).
© Universal Pictures International Switzerland

Ziemlich beste Freunde: Judah (Jack Huston) und sein Stiefbruder Messala (Toby Kebbell).

Jesus reicht dem versklavten Judah (Jack Huston) das Wasserkrüglein.
© Universal Pictures International Switzerland

Jesus reicht dem versklavten Judah (Jack Huston) das Wasserkrüglein.

In der Rolle des Titelhelden sehen wir Jack Huston («American Hustle», «Boardwalk Empire»), einen eher filigranen Typ. Wir finden ihn eine gute Wahl, denn Muskelprotze bekommen wir eh genug vorgesetzt. Sein Stiefbruder und späterer Widersacher Messala Severus wird vom markigen Toby Kebbel («Warcraft», «Prince of Persia») verkörpert. Mit dabei: der blonde Däne Pilou Asbaek («Borgen», «Game of Thrones») als Pontius Pilatus.

Zwei Pferdeflüsterer in der Wüste (Jack Huston, Morgan Freeman).
© Universal Pictures International Switzerland

Zwei Pferdeflüsterer in der Wüste (Jack Huston, Morgan Freeman).

Und Morgan Freeman – nein, einmal nicht als Gott, sondern als Pferdezüchter, Fuhrhalter und Zucker Ilderium mit mächtigen Dreadllocks. Der päppelt den schiffbrüchigen Rudersalven auf und schickt ihn in die Arena, wo er seine Ehre retten und Rom demütigen soll. Dass ihm das gelingt, wissen wir. Trotzdem: das Wagenrennen ist ein Augenschmaus, der uns schnappatmen lässt. So sieht das gekürzt aus, das ganze Rennen über sechs Runden jetzt im Kino.

 

 

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