Kinotipp «The Neon Demon» Topmodel-Schocker

«Beauty isn't everything, it's the only thing». So die Prämisse des Horror-Thrillers, für die man über Leichen geht.
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Alle wollen so sein wie sie: Jesse (Elle Fanning).

Die unschuldige, 16-jährige Jesse (Elle Fanning) mit den Engelslocken kommt, wie so viele junge Mädchen, auf der Suche nach dem grossen Durchbruch nach Los Angeles. Der Model-Agglomeration. Und findet Anklang. Bei Designern, Fotografen  und auf eine zutiefst verstörende Art und Weise bei Maskenbildnerin Ruby (Jena Malone) und Sarah (Abbey Lee Kershaw), einem etablierten Model, das sich (im wahrsten Sinne des Wortes) danach verzehrt, so auszusehen wie Jesse. Diese geniesst zunehmend, befallen vom «Neon Demon», ihre Rolle als Objekt der Begierde. Eine allzu gefährliche Hybris, die den aufstrebenden Star in die Fänge der Furie «Eifersucht» treibt.

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Lieber mehr Schein, als Sein: Die Models Gigi (Bella Heathcote) und Sarah (Abbey Lee Kershaw).

Mit «The Neon Demon» kehrt Regisseur Nicolas Winding Refn zum Schauplatz L.A. zurück – und versucht damit an seinen Erfolgsschlager «Drive» anzuknüpfen. Opulente Synthie-Klänge, rauschhafte Bilder, reduzierte Kulissen – jede Szene, jede Pause, jeder Dialog ist so hypnotisch kompositioniert und verleiht dem Topmodel-Schocker eine rythmische Struktur aus Ruhe und Lärm, Geschwindigkeit und Pausen, Beschaulichem und über alle Massen Entsetzlichem. Ein aufwühlender Horror-Thriller, der die Grenzen des Geschmacks nicht nur austestet, sondern mehr als nur einmal weit überschreitet … Ab morgen im Kino.

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