Kulturagenda Unsere 3 Highlights fürs Wochenende

Wie die Zeit vergeht … Woran erkennt man das besser, als an alten Fotos von sich selbst? Eine Studie übers Älterwerden zeigt eine Porträtserie von Barbara Davatz in der Fotostiftung Winterthur. Neue Möbel gefällig? Im Kaufleuten gibts am Wochenende Vintage-Schnäppchen und frische Designware zu finden. Was hat ein britischer Künstler mit einem Brunnen in der Stadt St. Gallen zu tun? Die Lösung gibts im ortsansässigen Kunstmuseum zu sehen.
Barbara Davatz
© Barbara Davatz

Barbara Davatz, «Carole und Serge» (1988, 1982, 1997 v.l.n.r.).

Barbara Davatz, As Time Goes By, Fotostiftung Winterthur
Die Fotografin Barbara Davatz wurde 1944 in Zürich geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend aber in den USA. Mit knapp 20 kam sie zurück nach Zürich und begann in den Achtzigern mit einem Projekt, das sie rund 30 Jahre beschäftigen sollte. Sie fotografierte ausgewählte Paare der Zürcher Szene, in vier Zeitschritten. Daraus wurde eine Studie, nicht nur über das Älterwerden, sondern auch über den Wandel der Stile. «As Time Goes By» ist 2014 als Bildband bei der Edition Patrick Frey erschienen. Die Fotostiftung Schweiz zeigt nun diese und andere Porträtserien von Davatz.
Winterthur, 27. Februar bis 16. Mai
fotostiftung.ch

Flohmi Special, Vintage vs very new im Kaufleuten Zürich
Mitarbeiter des Zürcher Traditionsclubs haben ausgestaubt und verkaufen ihre Vintage-Möbel am Flohmarkt des Kaufleuten. Dieses Jahr gibts aber neben gebrauchten Schnäppchen auch nigelnagelneue Ware und zwar handgemachtes Design von jungen Schweizer Start-up-Unternehmen. Dazu gibts Musik von DJ Herr Dunkel und Live-Soul von Hermanos Gutiérrez. Damit die Eltern ungestört stöbern können, ist für die Betreuung der Kleinen gesorgt. Der Eintritt ist frei. 
Zürich, 27. Februar, 12 bis 16 Uhr
kaufleuten.ch

Flohmi Kaufleuten
© Kaufleuten

Das offizielle Plakat zum Flohmi Special, Vintage vs fresh, im Kaufleuten Zürich.

Simon Starling, Kunstmuseum St. Gallen
Der 49-jährige britische Künstler Simon Starling beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit und ökologischen Systemen. Nun hat er ein aussergewöhnliches Kunstprojekt realisiert, das den Bodensee mit der Stadt St. Gallen verbindet. Er bezieht sich in seiner Arbeit auf den Broderbrunnen im Zentrum von St. Gallen, der 1896 vom Bildhauer August Bösch zur Erinnerung an die Einrichtung einer Seewasserversorgungsanlage geschaffen wurde. Das ist dem Kunstmuseum St. Gallen Anlass genug, dem Wahl-Kopenhagener nun eine Einzelausstellung zu widmen.

St. Gallen, 27. Februar bis 14. August
kunstmuseumsg.ch

Simon Starling Autoxylopyrocycloboros
© Simon Starling

Simon Starling, «Autoxylopyrocycloboros», 2006.

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