Kulturagenda Unsere 3 Highlights fürs Wochenende

Die Fondation Beyeler zeigt mit Jean Dubuffet einen Künstler, der noch heute die Street Art prägt. Kunst nicht nur sehen, sondern auch hören? Ein sinnliches Erlebnis bietet die Ausstellung der schottischen Künstlerin Susan Philipsz im Kunsthaus Bregenz. Und im Fotomuseum Winterthur präsentieren sich die Fotokünstler von morgen.
Jean Dubuffet
© 2015, ProLitteris, Zürich

Jean Dubuffet, Paysage aux argus, 1955. Collage mit Schmetterlingsflügeln.

Jean Dubuffet, Fondation Beyeler, Basel
Die Fondation Beyeler zeigt die erste grosse Retrospektive des französischen Künstlers Jean Dubuffet (1901–1985) in der Schweiz. Er gründete die Art Brut, die sich gegen die intellektuelle Kunst wehrt und liess sich unter anderem von Kinderzeichnungen inspirieren. Er experimentierte mit neuen Techniken und schuf mit Sand, Schwämmen und Schmetterlingsflügeln einzigartige Bildlandschaften. Sein Einfluss auf Künstler der Street Art ist deutlich sichtbar, zum Beispiel bei Jean-Michel Basquiat oder Keith Haring.  
Basel/Riehen, 31. Januar bis 8. Mai
fondationbeyeler.ch

Plat(t)form 2016, Winterthur
Das Fotomuseum Winterthur bietet am Wochenende jungen Fotografinnen und Fotografen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihr Portfolio vorzustellen, und zwar genau 42 glücklichen Auserwählten. Experten, zum Beispiel die Bildredaktorin des Financial Times Weekend Magazine aus London, begutachten die Arbeiten. Die Schau richtet sich an Galeristen, Kuratoren und Redakteure sowie an alle Fotografie-Interessierte und Sammler.
Winterthur, 29. bis 31. Januar
fotomuseum.ch

Plattform 2016 Winterthur
© Dominic Hawgood

Dominic Hawgood, Watch the Screens, 2014.

Susan Philipsz, Night and Fog, Kunsthaus Bregenz
Die Akustik ist in den Werken der Schottin Susan Philipsz zentral. So wurde sie mit A-Capella-Liedern bekannt. In ihrer neuen Serie arbeitet die 50-Jährige mit Instrumenten, die im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurden. Die Künstlerin sagt über die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Bregenz: «Irgendwo las ich, dass die Architektur des am dunstverhangenen Ufer des Bodensees gelegenen Gebäudes von dem Licht inspiriert wurde, das vom See reflektiert wird. Im Kunsthaus Bregenz möchte ich Aspekte wie Verschwinden, Undeutlichkeit und Abwesenheit thematisieren und die Gegebenheiten des Ortes mit seiner Geschichte verbinden.»
Bregenz, 30. Januar bis 3. April
kunsthaus-bregenz.at

Susan Philipsz Kunsthaus Bregenz
© Susan Philipsz/Kunsthaus Bregenz 2016, Foto: Markus Tretter

Susan Philipsz, Night and Fog, 2016, Ausstellungsansicht, Kunsthaus Bregenz.

Auch interessant