Frauen riechen nach Zwiebeln und Männer nach Käse 5 Fakten, die wir noch nicht über Achselhaare wussten

Am London Film Festival präsentierte Amandla Stenberg stolz ein grandioses Kleid, elegant geflochtene Haare und – Achselhaare! Was hat es mit der Achselbehaarung eigentlich so auf sich? 
Amandla Stenberg
© Getty Images

Frauen haben Achselhaare. Bäm. Für manche wohl immer noch eine Sensation. Und für Amandla Stenberg jetzt ein Popularitäts-Barometer. Wer die Schauspielerin noch nicht kannte, kennt sie jetzt: Sie erschien am London Film Festival mit unrasierter Achsel. Dass das vor ihr schon ein paar andere «wagten», ist hier nebensächlich. Wir haben mal nachgeschaut, was die Haare auch ausserhalb der weiblichen Achsel noch so zu bieten haben. Und stellen fest: Sie sind richtig faszinierend. 

5 Fakten, die uns mehr an Achselhaaren überrascht haben, als ihre blosse Existenz:

1. Sie sind ziemlich schnell unterwegs
Während die Haare an den Beinen pro Woche etwa 1.5 Millimeter wachsen, schaffen ihre Kollegen unter den Armen ganze 2.1 Millimeter in der gleichen Zeit. Ganz schön fix.

2. Langlebigkeit ist nicht so ihre Stärke
Wer seine Achselhaare züchten möchte, bis er Zöpfe aus ihnen flechten kann, den müssen wir leider enttäuschen. Die Härchen leben nur ca. 6 Monate, werden also im Extremfall 4.2 Zentimeter lang. Dann ist Schluss.

3. Zwiebeln oder Käse? Eine Frage des Geschlechts
Kein Scherz: In einer 2009 veröffentlichten Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass der Schweissgeruch von Männern und Frauen sich in der Zusammensetzung unterscheidet. Genauer gesagt: Frauenschweiss enthält höhere Anteile eines schwefelhaltigen Stoffs, der in Kombination mit Bakterien einen zwiebligen Geruch hervorruft. Bestimmte Fettsäuren im Schweiss sorgen hingegen dafür, dass der Geruch bei Männern eine käsige Note bekommt. Nicht schön, aber spannend. 

4. Achselhaare sind der Wissenschaft ein Rätsel
Warum Menschen gerade unter den Achseln einen so enormen Haarwuchs haben, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Bei den Wissenschaftlern haben sich zwei Theorien manifestiert. Nummer eins: Sie dienen als eine Art Reibungsschutz zwischen Arm und Oberkörper (wie man die Oberschenkel gegen das «Chub Rub»-Phänomen schützen kann, erklären wir hier). Nummer zwei: Wie bei unseren animalischen Vorfahren dienen sie dazu, Pheromone zu verbreiten, die potentielle Partner anziehen. Ob Menschen allerdings überhaupt Pheromone produzieren, ist ebenfalls nicht abschliessend geklärt.  

5. Harper's Bazaar ist schuld am Rasier-Wahnsinn
Tatsächlich trägt die Modezeitschrift eine grosse Mitschuld daran, dass wir uns überhaupt die Achseln rasieren. Bis 1915 war das eher die Ausnahme – die Mode war ohnehin nicht sehr freizügig. Dann schlug das Magazin vor, die «unanständigen» Haare zu entfernen, bevor man sich dem Trend der Zeit – dem modernen Tanz – hingab. Und die Frauen folgten. Die Zeiten haben sich zum Glück geändert. Wir sind uns sicher, Amandla und ihre Freundinnen. können auch mit haarigen Achseln ganz wunderbar die Hüften schwingen.

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