Beauty-Test Ich hatte ein Microdermabrasion-Facial – und so fühlt es sich an

Sich eine Hautschicht abschleifen lassen? Find ich toll! Unter einer Voraussetzung: Ich möchte hinterher nicht aussehen wie Samantha Jones nach einem chemischen Peeling. Obs geklappt hat, erfahrt ihr hier …
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Die Microdermabrasion sei ein intensives Abtragen der oberen Hautzellen, erklärt mir die Kosmetikerin bei Babor in Zürich. Das geschieht mit Ionenkristallen, die in einem stiftförmigen Gerät mittels Vakuum auf die Haut gebracht und wieder abgesogen werden. Das Ziel: glattere, ebenmässigere Haut. Ein bisschen Angst habe ich zugegebenermassen schon, ist meine Schmerzgrenze doch so tief wie das Niveau gewisser Bachelorettekandidaten (sorry!). 

Zuerst wird die Haut gründlich gereinigt, für die Behandlung muss die Oberfläche komplett ölfrei sein. Um das zu gewährleisten, kommt stark alkoholhaltiger Toner zum Einsatz, der beim Einatmen direkt schlechte Erinnerungen weckt. Zum Glück ist beides schnell verdunstet. Die Augen werden mit Wattenpads abgedeckt, um sie vor den Minipartikeln zu schützen, die auf der Haut zurückbleiben. Die eigentliche Microdermabrasion dauert nur fünfzehn Minuten und ist zu meiner Erleichterung eigentlich nicht schmerzhaft. Nur an empfindlicheren Stellen im Gesicht sind die sich drehenden Kristalle gut spürbar und ähneln vom Gefühl her einer Laserbehandlung. Wobei diese Empfindung sicher variieren kann – ich erwähnte meine Schmerzgrenze ja bereits. 

Auf das Next-Level-Peeling folgt die entspannende Ultraschallbehandlung. Beim Einreiben des Gels fühle ich mich wie ein Babybauch. Auch ein Satz, den man nicht jeden Tag braucht. Die Schwingung soll die Durchblutung und die Hautregeneration anregen. Nochmal ungefähr zehn Minuten später ist mein Gesicht frei von jeglichen Kristallen, dicken Flüssigkeiten und abgestorbenen Hautzellen. Die Haut ist leicht gerötet und spannt, fühlt sich deswegen aber gleichzeitig sehr straff an. Roh geschliffen triffts auch gut. Genau darum muss ich in den nächsten Tagen unbedingt Sonnenschutz mit SPF 50 auftragen. Das und ein Repair-Serum, welches die Elastin- und Collagen-Produktion ankurbeln soll, gibt mir die Babor-Kosmetikerin zusammen mit dem Infoblatt zur Mikrodermabrasion mit nach Hause. 

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Fünf Tage nach der Behandlung hat mein Gesicht ziemlich grosse Veränderungen durchgemacht. Hat sich der Teint bis zwei Tage nach dem intensiven Peeling eher rauer angefühlt als vorher, überwiegt jetzt das straffe Gefühl und die Haut fühlt sich glatter an als noch letzte Woche. Laut Merkblatt ist eine Erstverschlimmerung durchaus normal. Eigentlich sollte man Microdermabrasion als Kur à sechs bis zehn Behandlungen in Folge durchführen. In eine solche werde ich ganz bestimmt mal investieren – wahrscheinlich aber erst in ein paar Jahren, wenn die Falten schon ein bisschen tiefer sind.

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