Die Tücken des Sommers Erste Hilfe bei Sonnenbrand – das hilft

Oh oh, den typischen Anfänger-Fehler begangen und zu niedrigen SPF benutzt? Oder etwa ganz darauf verzichtet?! Diese 4 Tipps helfen bei roter, schmerzender Haut.
Frau mit Sonnencreme
© Getty Images

Wer vorher nicht ausreichend cremt, muss hinterher.

Was genau passiert eigentlich beim Sonnenbrand?

Das ist noch gut zu wissen, schliesslich ist – gerade nach einem langen Winter – die Euphorie über Licht und Wärme meistens so gross, dass der Sonnenschutz gerne leichtsinnig in der Strandtasche gelassen wird. Dabei ist gute Vorsorge das A und O!
Also noch mal zum Mitschreiben: Ultraviolettstrahlung, kurz UV-Strahlung, ist ein Krebserreger. Wer sich ihr zu wenig oder ungeschützt aussetzt, riskiert durch die kurzwelligen UV-B-Strahlen DNA-Schäden in den Zellen der Oberhaut. Es sammelt sich Gewebewasser, die Blutgefässe weiten sich. Die Folgen davon kennen wir alle: Bläschen-Bildung, geschwollene und gerötete Haut, die «brennt». Der Körper stösst diese beschädigten Zellen gezielt ab – etwa zwei Tage nach der Verbrennung beginnt die Haut zu schuppen und schält sich. Schmerzhaft, unschön und von sonnengeküsstem Teint keine Spur.

Das hilft

Eincremen! Vor dem Sonnenbad! Wer das vergessen oder nachlässig getan hat, kommt mit diesen Tipps noch mal glimpflich davon:

1. Kühlen
Raus aus der Sonne, das ist wohl klar, oder? Die betroffenen Stellen danach direkt kühlen, am besten unter der Dusche oder mit feuchten Handtüchern. Dabei besser nicht auf eiskaltes Wasser setzen, das kann die bereits gereizte Haut zusätzlich belasten. Das Gleiche gilt für Coolpacks aus dem Gefrierschrank. Diese sollten nie direkt auf die Verbrennung gelegt, sondern immer in ein dünnes Handtuch gewickelt werden.
Das allseits beliebte Hausmittel Quark hat ebenfalls eine kühlende Wirkung, kann ansonsten aber auch nicht mehr ausrichten, als Dusche oder Wickel. Quark sollte übrigens nur dann aufgetragen werden, wenn sich die Haut noch nicht geschält hat. 

2. Trinken
Viel Wasser zu trinken hilft bei so ziemlich allem. Auch bei Sonnenbrand. Die Flüssigkeit hilft der Haut beim 
Regenerationsprozess. Wer das «Brennen» nicht aushält, kann dabei ein entzündungshemmendes Schmerzmittel runterspülen. 

3. Cremen
After-Sun-Produkte mit Aloe Vera oder Kamille wirken kühlend und entzündingshemmend. Hier aber unbedingt auf Lotionen, Sprays und Gele mit leichter Textur setzen. Zu fettige Cremes und Öle sind ein weiterer Reiz-Faktor für die strapazierte Haut und können mit ihrem Fettfilm die Heilung sogar verzögern.
Allgemein gilt: J
e weniger Duft- und Konservierungsstoffe das Pflegeprodukt enthält, umso besser. Logisch.

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4. Schützen
Da man sich nicht 24/7 in schattigen, kühlen Räumen aufhalten kann, ist es wichtig, die verbrannte Haut vor erneuter Sonneneinstrahlung zu schützen. Dunkle Kleidung, am besten aus dicht gewebter Baumwolle, lässt weniger UV-Strahlen durch, als helle. Aber nichts überstürzen  die Haut sollte, nach Abklingen der Verbrennung, noch mindestens eine Woche geschont werden.

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