#BodyPositivity einfach erklärt Jennifer Lawrence: «Seid doch einfach mal ehrlich»

In der VIP-Welt sind sie weit verbreitet, die mysteriösen «guten Gene», dank denen Models und andere Berühmtheiten sich Junk Food reinstopfen können, ohne ihre Flamingo-Beine zu opfern. Etwas mehr Ehrlichkeit wäre da doch erfrischend. 

Ja, es gibt sie, die Frauen (und Männer), die essen können, was sie wollen. «Thinshaming» ist genauso dumm wie «Fatshaming». Und die Behauptung, «jedes Model ist essgestört» ebenso platt, wie die Aussage vieler VIP-Ladies, dass sie einfach «gute Gene» hätten und täglich Junk Food à discretion futtern (als Beweis posten manche gerne Bilder von sich, während sie wahlweise mikroskopisch kleine Portiönchen von einem Burger, Cookie oder Pizzastück abknabbern, oder sich eben diese dekorativ neben das Gesicht halten).

Ist Essen Alltag oder «Guilty Pleasure»?

Die in Interviews gern gestellte Frage nach dem «Guilty Pleasure» (das in den meisten Fällen Burger oder Pizza ist) oder dem bevorzugten Snack am «Cheat Day», entlarvt das System mit dem verkorksten Körperbild dann eh gleich. Die meisten können sich halt eben auch nicht von morgens bis abends vollstopfen. Erfrischend wäre hier: Dann tut doch auch nicht so. Alle würden sich besser fühlen und wiedererkennen – in den meisten perfekten Körpern steckt eben viel Arbeit. Auch das ist übrigens in Ordnung. Wir investieren ja auch Zeit und Geld etwa in die Ausbildung, die uns unserem Traumjob näherbringt.

JLaws «Geständnis»

Das findet auch Jennifer Lawrence. Im Interview mit der InStyle rüffelt sie ihre Kolleginnen. Sie sagt: 

Wenn du zehn Kilo Untergewicht hast, aber die ganze Zeit behauptest, du würdest Junk Food in dich reinstopfen, dann hilft das nicht dabei, dass sich Leute gut fühlen.

Das sei einfach unrealistisch. «Ich esse auch anders, als ich das normalerweise tun würde, wenn ich in eine Oscar-Robe reinpassen muss.» Sie habe kein Problem damit, das zuzugeben. Ihr Appell: «Seid doch einfach mal ehrlich.»

Das unterschreiben wir sofort.

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