Auch mit 51 noch umwerfend – wie macht sie das nur? Das ist das Beautygeheimnis von Julia Roberts

Die US-Actrice strahlt nach fast 30 Jahren im Showbusiness immer noch. Kein Wunder: Mit "Ben is back" ist sie auf Oscar-Kurs. Uns verrät sie, auf welches Produkt sie nicht verzichten kann und was sich ihre Teenie-Tochter von ihr ausleiht.

Style: Sie feiern bald Ihr Zehnjahrjubiläum als Lancôme-Botschafterin. Was sind die schönsten Erlebnisse?

Julia Roberts: Am schönsten sind die Reisen, bei denen ich Zeit mit den anderen Botschafterinnen – Penélope Cruz und Kate Winslet – verbringen kann. Wir treffen uns viel zu selten, weil wir so weit weg voneinander wohnen. Letztes Mal kam das Gespräch auf unsere Kinder. Da hatte Kate einige Mamatipps auf Lager, die ich mir gemerkt habe. Ihre Kids sind ein paar Jahre älter als meine, Penélopes ein bisschen jünger. 

Genau wie Ihre Kolleginnen sind Sie seit Jahrzehnten als Schauspielerin tätig. Angenommen, Sie müssten sich einen Job Ihrer Ex-Charaktere aussuchen – welcher wäre Ihr Favorit?

Gute Frage! War ich nicht eine Gastrokritikerin in "Die Hochzeit meines besten Freundes"? Den Beruf würde ich bestimmt mögen. Ich wäre auch gerne Geschichtslehrerin wie in "Mona Lisas Lächeln". Im Film "Flatliners" habe ich eine Medizinstudentin gespielt und habe alles darüber gelernt. Während dem Dreh hatte ich das Gefühl, ich sei der Doktor von all meinen Freunden. 

Was stibitzt Ihre Teenager-Tochter Hazel aus dem Necessaire?

Am liebsten leiht sie sich meine Définicils-Mascara aus, obwohl sie gar keine Wimperntusche nötig hat – mit dreizehn sowieso nicht. Sie hat von Natur aus so lange Wimpern wie Bambi.

Man sagt, wir verhalten uns mit fortschreitendem Alter immer mehr wie unsere Eltern. Ist das bei Ihnen auch so?

Wahrscheinlich stimmt das bei allen bis zu einem gewissen Grad. Eigentlich schade, dass dies immer so negativ bewertet wird. «Oh mein Gott, ich bin schon wie meine Mutter!» Solange man sich selber treu bleibt, ist doch alles gut.

Zu wem schauen Sie auf?

Meine Freundin Diane Sawyer (amerikanische TV-Journalistin, Anm. der Red.) steht zuoberst auf meiner Liste. Ich verehre sie (lacht). Im Ernst: Ich bewundere ihre Arbeitsethik und ihre Ehrlichkeit. Sie und ihr verstorbener Mann Mike Nichols waren lange so etwas wie Eltern für mich.

Welches Beautyprodukt haben Sie immer dabei?

Meine Handcreme von Lancôme muss immer in Reichweite sein. Ich habe jeweils eine Tube in meiner Tasche und eine in meinem Auto. 

Eine gute Idee, wenn man so viel unterwegs ist wie Sie. Apropos unterwegs sein: Reisen Sie mit einem Kindle oder mit einem guten alten Buch?

Mit einem richtigen Buch. Zuletzt habe ich "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng gelesen. Ich habe es nicht weglegen können, es war grossartig.

Sprechen wir nochmal über Beauty: Welcher Schönheitstipp war bisher der nützlichste?

Ich bin überzeugt, dass der Langweiligste auch der Beste ist: viel trinken!

Die neue Feminismus-Ära ist auch in der Beautyindustrie angekommen. Was halten Sie als Lancôme-Botschafterin von der Strategie des Brands?

Dass ich auch mit 51 Jahren noch für die Marke arbeite, sagt für mich schon viel aus. Sie wollen nicht mit 20-jährigen Frauen Anti-Aging-Produkte bewerben, was schlau ist. Als Konsumentin würde ich mir veräppelt vorkommen. Werde ich morgen wirklich wie eine Collegestundentin aussehen, wenn ich heute Abend diese Creme verwende? Sehr wahrscheinlich nicht.

Haben Sie sich für das neue Jahr etwas vorgenommen?

Ich bin nicht der Typ für Neujahrsvorsätze. Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, dann würde ich daran arbeiten, mehr Zeit für Wellness und Entspannung einzuräumen. Davon würden bestimmt auch die Menschen in meinem Umfeld profitieren... 

Vor Silvester kommen noch viele Dinnerpartys auf uns zu. Haben Sie einen Tipp, um beim Small Talk das Eis zu brechen?

Das kommt ganz auf die Situation an. In einer grösseren Runde würde ich mich zurückhalten, damit niemand denkt, ich will mich in den Vordergrund drängen. Ich kann mich noch an ein Nachtessen in Italien erinnern, vor vielen, vielen Jahren. Ich habe fast niemanden gekannt und mich deshalb den ganzen Abend mit einem Paar unterhalten, das sehr gut englisch sprach. Ich erzähle ihnen also irgendwas und schaue immer wieder zu der Frau, die mich ganz perplex anschaut. Als ich sie darauf ansprach, hat sie sich entschuldigt und gesagt: "Es ist das erste Mal, dass ich Sie englisch sprechen höre und ich bin ganz fasziniert." Sie hatte alle meine Filme immer nur auf italienisch gesehen.

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