Trend mit Folgen? Das machen Ugg Boots mit unseren Füssen

Das Thema Ugg Boots entfacht seit Jahren einen Streit nach dem anderen. Aber wie gesund sind die flauschigen Stiefel eigentlich für unsere Füsse? Wir haben einen Experten gefragt.
Ugg Boots
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Delilah Belle Hamlin, 20, trägt die Ugg Boots mit hohem Schaft.

Manche schwören drauf, andere finden sie die schlimmste Modesünde seit eh und je: Ugg Boots. Nubuk-Leder aussen, Lammfell innen. Kennt ihr, oder? Diejenigen, die im australischen Schuhwerk schon mal durch einen kompletten Winter gestapft sind, könnten im Frühling die folgenden Beobachtungen gemacht haben: 

Einmal nass geworden, ist das Fell wahnsinnig schwer zu reinigen – besonders bei der beigen Schuhvariante. Salzflecken an der Schuhspitze? Da weiss nicht mal mehr das Schuhgeschäft Rat. Die Teile also besser nur zum Spazieren bei trockener Witterung tragen. 

Das nächste Problem: Ugg Boots haben kein Fussbett. Das Innenfutter macht drum eigentlich, was es will. Was so ein kleiner Fellknäuel am falschen Ort für Schmerzen auslösen kann! Das kann übrigens zu einer falschen Fussstellung führen. 

So tun die Füsse nicht (mehr) weh

À propos falsche Fussstellung: Der Stiefel würde bei Fussdeformitäten oder Sprunggelenksinstabilität keinen Halt geben, sagt Prof. Dr. med. Dr. phil. Victor Valderrabano vom Ortho Swiss Centre in Basel. «Aber man kann auch eine orthopädische Einlage hinein legen, um die Fusstellung zu optimieren. Personen mit instabilem Sprunggelenk müssen auf unebenem Boden vorsichtig sein», rät der Experte. 

Wie beim untrainierten Barfusslaufen könne es mit Ugg Boots zu Muskelbeschwerden am Fuss und Unterschenkel kommen. Deshalb empfiehlt Valderrabanodie Tragzeit der Stiefel allmählich und mit Rücksicht auf mögliche Beschwerden zu steigern. Dennoch meint er: «Es sind gute Schuhe für das natürliche Barfusslaufen im Winter. Sie geben ein schönes Wohlgefühl und Wärme.» 

 

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