Es ist das Eine – und das Andere auch! Brauchen wir wirklich gleich zwei Hochzeitskleider?

Prinzessin Eugenie tat es, Meghan Markle ebenfalls, Chiara Ferragni trug gleich vier – es scheint, als würde ein einziges Brautkleid heute nicht mehr genügen. Aber was hat es eigentlich auf sich mit dem zweiten Kleid für den Hochzeitstag?
Prinzessin Eugenies zweites Kleid
© Getty Images

Mit ihrem Kleid im Blush-Ton bricht Prinzessin Eugenie mit der königlichen Norm. Dass für den Empfang der Gäste die Robe gewechselt wird, ist hingegen Gang und Gebe. 

Jeder, der schon einmal auf der Suche nach einem Brautkleid war, hofft auf dieses Gefühl. Dieses spezielle Kribbeln im Bauch, wenn man weiss: Das ist es. Ein echter Glücksmoment. Glaubt man den Traumhochzeiten von Prinzessin Eugenie, Meghan Markle oder auch Chiara Ferragni, reicht das aber ab sofort nicht mehr. Ein zweites Kleid muss her!

Hält doppelt wirklich besser?

Ehrlich jetzt? Da ist man monatelang auf der Suche nach dem einen Outfit für den Hochzeitstag und dann soll man es nach einer guten Stunde schon wieder ausziehen? Rahel Hess, Inhaberin der Zürcher Brautboutique Hera, gibt Entwarnung: «Einen Trend in diese Richtung kann ich bei uns in der Schweiz noch nicht feststellen. Und es ist auf keinen Fall ein Muss.» Wie so oft sei die Entscheidung für oder gegen Kleid Nummer Zwei einfach eine Geschmacksfrage. Allerdings keinesfalls eines grundlose: «Die meisten unserer Kundinnen sind da einfach praxisorientiert. Wenn das Kleid für die Zeremonie sehr ausladend ist, oder durch lange Ärmel eher heiss, suchen sie etwas, in dem sie besser durch die Nacht tanzen können.»

Ein zweites Kleid sorgt für einen zweiten Wow-Effekt

«Ein zweites Kleid garantiert aber auch einen zweiten Wow-Effekt, mit dem man die Gäste überraschen kann.» Okay, wir gestehen, ein bisschen Sinn (und Lust auf ein zweites Kleid) macht das Ganze schon – Meghans und Eugenies Kleider für den Empfang wirkten schliesslich auch eine ganze Ecke bequemer, als die Roben mit Riesen-Schleppe, in denen sie vor den Altar schritten.

Meghan Markles Zweites Kleid
© Getty Images

Pompös versus sexy: Meghan Markle kann mit ihrem zweiten Kleid beschwingter durch die Nacht tanzen.

Bleibt noch die Frage: Wie finanziert man das zweite Kleid, wenn man weder Meghan Markle, noch Chiara Ferragni ist? «Viele wechseln für die Party nach der Zeremonie in das Kleid, das sie bei der standesamtlichen Trauung getragen haben. Das haben oft noch nicht alle Gäste gesehen und es bietet etwas mehr Bewegungsfreiheit», verrät Hess. Wer mehr Budget zur Verfügung hat, setze oft auf Kleider mit Pailletten, Perlen oder Federn – die man im besten Fall bei der eigenen Hochzeit nicht zum letzten Mal trägt.

Das bessere «Second Dress»

Chiara Ferragnis drittes und viertes Kleid
© Instagram: @chiaraferragni

Gleiches Top, verschiedene Unterteile: Für ihr drittes und viertes Kleid setzte Chiara Ferragni auf eine wandelbare Robe.

Die Braut-Expertin hat aber noch einen Tipp in petto, der die Suche nach dem zweiten Kleid erheblich einfacher macht: «Wir bieten simple Slipdresses an, die mit einem ausladenden Rock oder einem Spitzen-Cape kombiniert werden können und dann einen ganz neuen Look ergeben. Bei der Feier können diese Accessoires einfach abgelegt werden, ohne viel Zeit zum Umziehen in Anspruch zu nehmen. Und ohne, dass man nochmals in ein komplettes Kleid investieren muss». Chiara Ferragni ist bereits prominenter Fan dieser cleveren Methode – und wir ab sofort auch.

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