Willkommen im Gruselkabinett So verstörend war die Londoner Fashion Week

Geisterhaus bei Maison Margiela, seltsame Masken bei Fengyi Tan, traurige Einsamkeit bei Mother of Pearl und komplette Vermummung bei Richard Quinn. Das waren die exzentrischsten Präsentationen in London. 

Dass während der Fashion Weeks schon mal der eine oder andere fragwürdige Trend à la Gucci Balaclava präsentiert wird, ist nichts Neues. Diesmal schockierten in London aber nicht die Kleider, sondern die schaurigen Kulissen der Schauen.

Richard Quinn

Der gebürtige Schotte, schaffte es bereits, dass die Queen höchstpersönlich zu seiner Show kam. Nachdem bereits letzte Saison Models mit Tüchern vor dem Gesicht präsentiert wurden, setzte der 56-Jährige dieses Jahr sogar noch einen drauf und liess sie diesmal teils von Kopf bis Fuss in Schwarz vermummt über den Catwalk laufen.

Maison Margiela

Im Rahmen der MM6 Maison Margiela Show wurden vor allem fliessende Seidenkleider in blassen Tönen gezeigt, die durch Netzstrumpfhosen, robuste Jeansjacken und klobige Boots in ihrer Zartheit gebrochen wurden. Die unheimliche Atmosphäre, die durch heruntergestürzte Kronleuchter, dunkle Wände und grelle Spotlights zustande kam, verstärkte diesen Kontrast. 

Fengyi Tan 

Die chinesische Designerin zeigte in London nicht nur jede Menge Prints, die Migräne verursachen, sondern auch eine einzigartige Performance, die von transparenten Masken gekrönt wurde. Die Gesichter der Models wurden mit einer schleimigen Masse und anschliessend mit durchsichtigem Plastik bedeckt. Ob sie dabei noch genügend Luft bekamen? Wir hoffen es. 

Mother of Pearl

Die Mode: verspielte Schnitte, romantische Muster. Der Schauplatz: eine ungemütlich und spärlich eingerichtete 70er Jahre Wohnung. Zusammen mit den traurig-leeren Blicken der Models, trugen abgezupfte Rosen, ein flimmernder Röhrenfernseher und weisse Wände zu einer Stimmung der traurigen Einsamkeit bei.

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