Mit der richtigen Taktik zu echten Glücksgriffen Die 5 goldenen Regeln zum Vintage Shopping

In einer Gesellschaft, in der die Trends immer kurzlebiger werden, ist Mode aus zweiter Hand eine nachhaltige und gefragte Alternative zur Fast Fashion. Um stundenlanges Wühlen durch Altkleiderkisten zu verhindern, haben wir die besten Tipps für Glücksgriffe zusammengetragen.
Kaia Gerber
© getty images

Second-Hand-Mode ist aktuell angesagter denn je und schlägt dabei direkt zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens, Vintage Stücke sind oft um einiges günstiger als aktuelle Kollektionen, die derzeit sowieso mit Fanny Packs, Mom Jeans und Co. an den 80er und 90er Jahren angelehnt sind. Zweitens, im Gegensatz zur Fast Fashion, die immer schneller und günstiger kurzlebige Kleidung produziert, ist die Second-Hand-Mode ökologisch vertretbarer, da Altes recycelt wird. Ein weiterer Vorteil: Die meisten Stücke sind inzwischen Unikate und man kann davon ausgehen, dass niemand anders im Social-Media-Feed genau das gleiche Teil trägt. Um bei den zahlreichen Verlockungen nicht den Überblick zu verlieren, haben wir euch die goldenen Regeln des Vintage Shoppings zusammengestellt:

1. Den Unterschied zwischen Vintage und Second-Hand kennen

Grundsätzlich ist Vintage Mode hochpreisiger als Second-Hand-Mode. Das liegt daran, dass ein Kleidungsstück nur dann als Vintage betitelt werden sollte, wenn es mindestens 20 Jahre als ist. Bei Mode aus zweiter Hand kann es sich auch um ein T-Shirt aus der letzten H&M-Kollektion handeln. Bei Vintage-Stücken sollte man dazu bereit sein, auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

2. Die richtigen Shops finden

Vintage Shops
© Downhouse, Good NYC VIntage, Na Nin Vintage, Vinatge Frames, Farfetch, Bildmontage:Style

Natürlich lässt sich auch im nächstgelegenen Brockenhaus der ein oder andere Fund aus vergangenen Dekaden machen. Die Chance vor lauter Bäumen den Wald (bzw. das gewünschte Kleidungsstück) zu übersehen, ist dort leider relativ hoch. Wer lieber bequem von zu Hause aus shoppt, findet in unserem zweiteiligen Guide die besten Online-Adressen. Hier gehts zu Teil1 und Teil 2.

3. Genügend Zeit nehmen

Sowohl im Second-Hand-Laden des Vertrauens, als auch im Onlineshop, bei der Suche nach einem Lieblingsstück sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden. Durch die vielen Einzelstücke ist das Gesamtsortiment meist grösser und ungeordneter als bei neuer Bekleidung. Dazu kommt, dass die Grössenangaben oft nicht mehr ganz zutreffen, da sich die Masse der Konfektionsgrössen im Laufe der Zeit verändert haben. Anprobieren ist also Pflicht.

4. Auf Fehler prüfen

Unbedingt auf Löcher und Laufmaschen achten. Da die meisten Teile bereits von mindestens einer Person getragen wurden, sind Stoffe oder auch Lederoberflächen oft leicht beschädigt. Besser direkt vor Ort nach Makeln Ausschau halten, denn die meisten Second-Hand-Stücke lassen sich nicht ohne Weiteres reklamieren.

5. Die Tricks kennen

Eine wunderschöne Kette gefunden, dessen Gold bzw. Silber angelaufen ist? Kein Grund sie liegen zu lassen – mit einem Wasserbad aus Zitronensäure, Soda und Backpulver wird das Schmuckstück im Handumdrehen wieder sauber. Auch lockere Knöpfe sollten kein Ausschlusskriterium für den schönen Vintage-Blazer sein. Mit Nadel und Faden lassen sich Knöpfe und kleine Löcher ganz leicht auch ohne ausgeprägte Nähkünste ausbessern.

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