Schön ist auch das neue Praktisch Funktional und trotzdem cool? Das geht mit diesen Mini-Boots

Grossmamis sagen gern: «Hauptsache praktisch». Wir hätten für unsere Kinder im Winter aber trotzdem auch gerne etwas Hübsches. Mit diesen 10 Boots weint niemand. Nicht einmal die Oma. 
Winterschuhe Kinder Royal Family
© Getty Images

Prinz William, Herzogin Catherine, Prinz George und Baby-Charlotte machen gerne Winterferien in Klosters. Das richtige Schneeschuhwerk haben sie alle dabei. Die Familie setzt auf praktische Klassiker. Da blitzen an Kates Füssen Sorel-Boots in Braun aus dem Schnee. Charlotte trägt weiche Flauschi-Schuhe. Bei Prinz George tippen wir auf Kamik-ähnliche Schuhe. 

Da tummelt sich ja allerhand auf den Spielplätzen im Winter. Da rollen Kleinkinder mit Wollsocken in Gummistiefeln über schneebedeckte Wiesen oder sie sind gut verpackt in klassische Kinder-Winter-Boots mit Gummieinfassung und innen schön gefüttert. Wie bei fast allen Entscheidungen, die die (eigenen) Kinder betreffen, tut sich auch bei der Frage nach dem richtigen Winter-Schuhwerk ein tiefer Graben zwischen allen Parteien auf.

Auf der einen Seite votieren die Verfechter des super-funktionalen mit dem Slogan «das muss nicht schön, sondern praktisch sein». Auf der anderen Seite stehen die Anhänger der Kategorie «ja, aber muss denn praktisch auch automatisch hässlich sein?» Wir bauen die Brücke. Hier sind 10 Kinderwinterschuh-Modelle, die Frieden stiften.

Für die Stadt

Der Stadtwinter ist ja eher pflotschig, minus die paar wenigen Tage mit pulvrigem Schnee (an denen jedes Jahr aufs Neue der ÖV-Verkehr vom Schneegestöber überrascht wird). Das heisst: Die Schuhe müssen warm sein, dicht halten – aber nicht zwingend so aussehen, als stünde den Kleinen eine Himalaya-Expedition bevor. Hort, Krippe und Schule sagen ja eh vorher Bescheid, wenn sie schlitteln gehen. Stadtkinder haben nicht automatisch immer wahlweise ihre Helme, Schneeanzüge oder wasserdichten Handschuhe dabei (ok, ein paar schon. Es gibt Eltern, die alle teuren Wintersachen in zweifacher Ausführung besorgen. Ein Set für daheim, eins für die «fremdbetreuenden Einrichtungen». Furchtbare Bezeichnung, by the way). Für winterliche Stadtwanderungen bieten sich wunderbar gefütterte Wintersneakers an. Die gibt es etwa vom italienischen Label Momino, die sich der «funktional, aber trotzdem schön-Philosophie» verschrieben haben. Oder die süssen Zottel-Stiefeletten von Dolfie, die ein bisschen an die Wärme der amerikanischen Prärie erinnern. Warme Gedanken schaden im Winter ja nie. 

Momino
Codnero Sneaker by Momino ca. CHF 170.00 Jetzt kaufen
Dolfie
Ankle Boot by Dolfie ca. 120.00 Jetzt kaufen

Für den Schnee

Diese Kategorie ist unabhängig vom Wohnort, logisch. Wer sich aber im Engadin schon auf dem Schulweg durch Schneefiguren-Baumaterial kämpft, der kann getrost auf Wintersneakers verzichten. Diese im Durchschnitt gut hundert Franken (Kinderschuhe sind zwar klein, günstiger macht sie das in der Regel aber nicht) würden wir uns dann sparen. Der Klassiker (und nicht ganz soooo teuer) bringt Kamik auf den Markt. Der ist wasserfest, warm und mittlerweile auch in verschiedenen Farben erhältlich. Auch in Rosa. Rosa passiert mysteriöserweise fast allen Eltern von Mädchen – auch ohne bewusste Beeinflussung. Auch zu empfehlen - und auch ein Klassiker - die Sorel-Boots. Hier empfehlen wir: Unbedingt anprobieren und das Kind kurz rumlaufen lassen. Unsere Erfahrung: Bei kleinen Kindern sind die manchmal etwas zu klobig und die Mäuse stolpern über ihre eigenen Füsse. Noch ein Tipp: Die Sorels ein bisschen grösser kaufen. Sie sind zwar warm, aber nach zwei Testwintern wissen wir: nach ein paar Stunden im Schnee sind die Kinderfüsse doch etwas kalt.  Wir empfehlen zusätzlich Thermosocken.

Kamik
PEP Snowboot by Kamik ca. CHF 65.00 Jetzt kaufen
Sorel
Yoot Pac Snow Boot by Sorel ca. 95.00 Jetzt kaufen

Für «fremdbetreuende Einrichtungen» 

Das ist jetzt eine Zwischenkategorie. Wenn die geschätzten Sprösslinge auch im Hort (oder auf dem Pausenplatz) oder in der Kinderkrippe mal draussen spielen – je nach Schulwegbedingungen braucht es noch ein Zwischendrin (die Variante «nur Schnee» ist ja bereits abgehandelt) für kalt und nass, aber noch nicht polar. Hier eignen sich zum Beispiel Bisgaard-Stiefeletten (für Jungs und Mädels, es gibt keinen Grund, weshalb Jungs keine Stiefeletten tragen sollten). Die sind robust, haben trotzdem noch eine Gummisohle und halten vor allem warm, warm, warm. Auch die Moon Boots sind hier dabei. Da gibt es Modelle, die leicht an Wintersneakers erinnern, aber vermutlich noch etwas wärmer, robuster sind (hier startet die redaktionsinterne Testphase im Winter 2018).

Bisgaard
Bootie JO TEX by Bisgaard ca. CHF 125.00 Jetzt kaufen
Moon Boot Kinder
We Jr Mid Wp by Moon Boot ca. CHF 100.00 Jetzt kaufen

Für die ganz, ganz Kleinen

Sie tollen vermutlich noch nicht so intensiv im Schnee herum. Die ganz kleinen Babies hängen während ihrer ersten Kalt-Saison vermutlich im kuschligen Kinderwagen mit Schlafsack ab. Trotzdem brauchen sie Schühchen, die warm halten. Gerade die Kleinsten! Wir sind Fan von UGG Baby-Boots. Für erwachsene Frauen wird das Schuhwerk ja durchaus kontrovers diskutiert. Bei den Babies bieten sie das, was am wichtigsten ist: Sie engen nicht ein (die wachsen ja wahnsinnig schnell), sind richtig warm und einfach anzuziehen. Gibt es auch in den verschiedensten Varianten.

UGG
Mini Boots by UGG ca. CHF 70.00 Jetzt kaufen

Das Supplement für alle

Die klassischen Moon Boots. Die fand schon Paul McCartney in den 70ern gut. Sie wecken Kindheitserinnerungen und machen grossartige Abdrücke im Schnee. Sie halten warm.

Paul McCartney und Linda McCartney, 1973
© Getty Images

Paul und Linda McCartney (gest. 1998) in ihrem Büro in London, 1973.

Moon Boot
Nylon Boot by Moon Boot ca. CHF 90.00 Jetzt kaufen
Moon Boot
Nylon Boot Junior by Moon Boot ca. CHF 85.00 Jetzt kaufen
Moon Boot
Boot Mini Nylon by Moon Boot ca. CHF 54.00 Jetzt kaufen
Auch interessant