5 Minutes with ... Gigi Burris, Hutdesignerin

Hutdesignerin Gigi Burris hat fünf Jahre nach ihrem Abschluss von der Modeschule Parsons das erreicht, wovon viele Jungdesigner nur träumen — ihre Kreationen waren schon in der Vogue, Elle, Harper's Bazaar und in unzähligen anderen Modemagazinen zu sehen. Obwohl sie sich grossem Erfolg erfreut, wird ihr Métier jedes Jahr kleiner. Immer weniger Menschen tragen Hüte im Alltag. Wir haben die Designerin während der New York Fashion Week getroffen um über ihre Karriere und zukünftigen Ziele zu sprechen. 
5 Minutes with Gigi Burris
© Getty Images

Designerin Gigi Burris an ihrer Hut-Präsentation am 4. September 2014 in New York.

Weshalb haben Sie sich für Hutdesign an der Parsons entschieden?
Gigi Burris: Ich habe ursprünglich «Ready-to-Wear» studiert. Nach einem Austauschsemester in Paris beschloss ich kurzerhand, Hut-Design als Kurs auszuprobieren. Der Kurs wurde schon lange nicht mehr offeriert, ich musste sogar eine Freundin anflehen mitzumachen, denn sonst hätten wir die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht. Wir waren nur zu fünft, aber wegen der kleinen Gruppe habe ich sehr viel gelernt. Danach habe ich ein Praktikum bei meiner Professorin absolviert und viel Erfahrung gesammelt, wie man sein eigenes Geschäft leitet und Kundschaft aufbaut. 

Wann haben Sie sich entschieden Ihr Label zu starten?
Ich habe lange als Freelancerin gearbeitet, und meine Hüte wurden zunehmend populärer für Editorial Fotoshootings. Ich hatte auch viele Privat- und Couture-Kunden und habe mich dann entschieden, mich ganz meinem eigenen Label zu widmen.

Was sind Schwierigkeiten und Hindernisse mit denen Sie als Hut-Designerin umgehen müssen?
Weil Hut-Design sich stetig als Industrie verkleinert, habe ich immer weniger Zugang zu Stoffen und Materialien. Früher waren die Strassen voller Hut-Geschäfte. Heute ist die Industrie leider am aussterben, was für mich den Einkauf erschwert. 

Auf Twitter haben Sie über Pharrell Williams geschrieben, dass Sie hoffen, er mache mit seinem Styling Hüte wieder «In». Können Stars wie er Hüte zu einem Comeback verhelfen? 
Wir leben in einer gemütlichen Welt - vor allem in den USA. Stars wie er oder auch Kate Middleton motivieren andere sich schön zu machen und chic anzuziehen. Leute verbringen wieder mehr Zeit mit der Kleiderwahl und ich hoffe, dass das auch auf Hüte zutrifft.

Ihre Präsentation währen der New York Fashion Week wurde von vielen wichtigen Redakteuren und Journalisten besucht. Wieso?
Ich glaube weil ich im Juli zur CFDA Fashion Fund Finalistin erkoren wurde. Das hat mein Label bekannter gemacht. Danach wollten sich besonders viele Leute meine Arbeit ansehen. 

Diese Saison haben Sie mit neuen Materialien gearbeitet, erzählen Sie uns davon. 
Ich habe zum ersten mal Racello Zopf benutzt, das ist ein geflochtenes Strohmaterial das in den 60ern sehr beliebt war. Er wird in der Schweiz produziert, dort gibt es das beste Stroh! Es wird nicht so oft benutzt weil es sehr zeitintensiv in der Herstellung ist. Jeder Hut benötigt drei bis vier Stunden Produktionszeit. 

Was braucht jemand, um gut in einem Hut auszusehen?
Selbstbewusstsein! Jeder kann gut darin aussehen, man benötigt nur das Selbstbewusstsein sich einen aufzusetzen und dabei natürlich auszusehen. 

Wie kann man Gigi Buriss ausserhalb der USA bestellen?
Ich habe viele Couture- und Privatkunden. Es ist natürlich etwas aufwendiger virtuell miteinander etwas zu kreieren, aber ich kann das! Den Kontakt findet ihr auf meiner Webseite gigiburris.com.

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