Modischer Einheitsbrei Justin Biebers Label ist der Beweis, dass er alles verkaufen kann

Biebs macht mit seiner Street-Style-Brand jetzt Einheitsmode für die «I don't give a f**k»-Generation und löst damit – wie gewohnt – einen riesigen Hype aus. Aber ist «Drew House» wirklich cool?
Drew House Justin bieber
© instagram/drewhouse

Genervte Jugendliche in beigem Einheitslook: Das Kampagnenfoto von Justin Biebers neuem Label «Drew House».

Sweater, Printshirts und Cordhosen – das sind die Hauptakteure in Justin Biebers, 24, neuem Label «Drew House». Farblich ist das Ganze dabei ziemlich auf ein neutrales Beige beschränkt. Ah, halt, wer genau hinschaut, findet auch das ein oder andere orange Statement-Shirt mit knallgelben Drew-Smiley.

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Richtig, was der 24-jährige Sänger jetzt als neu verkauft, brachte Branchen-Kollege Kanye West, 41, mit «Yeezy Season 2» bereits 2015 auf den Markt: eine beige Street-Style-Uniform. Damals behaupteten böse Zunge, dass sich der Rapper bei den Designs wohl von New Yorker Obdachlosen hat inspirieren lassen. Nur, dass man halt mal eben 300 Franken für einen solchen Hoodie hinblättern musste. Was auf den ersten Blick absurd schien, funktionierte. Und ja – ihr ahnt es – auch Justin Bieber wurde zum treuen Yeezy-Fan. 

Yeezy Season 2
© getty images

2015: Yeezy Season 2

Knapp vier Jahre später zieht der frisch getraute Bieber mit diesem Konzept nach. Zugegeben, die Designs sind den Yeezy-Teilen schon ziemlich ähnlich. Dennoch war die gesamte «Drew House»-Kollektion im Nu ausverkauft. Woran das liegt? Trotz beendeter Musikkarriere besitzt Justin noch immer eine riesige Fangemeinde. Und genau die ist die Zielgruppe seines Labels. Die jungen Wilden. Die «I don't care»-Generation.

Unter dem Instagram-Promo-Video mit ungewohnt punkigem Green Day Sound, verrät der ehemalige Popsänger:

«Drew House ist ein Ort, an dem du du selbst sein kannst. (...) Trag's, als würde es dich nicht interessieren.»

Es interessiert dich nicht, aber trotzdem gibst du knapp 100 US-Dollar für einen herkömmlichen Sweater mit Smiley-Logo aus? Mh, lassen wir das mal so stehen.

Zusammengefasst: Justin Bieber bringt statt neuer Musik jetzt Mode auf den Markt. Die ist zwar nicht wirklich revolutionär, kommt aber an. Warum? Weil er eben Justin Bieber ist. Und das ist – egal was alle Hater sagen – irgendwie auch ein Talent. 

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