«Style Label» Fausto Puglisi In Feierlaune

Italien hat endlich wieder ein glorioses Designtalent: Fausto Puglisi hat das Zeug dazu, der nächste Gianni Versace zu werden. 
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Ein Look aus der Frühling/Sommer-Kollektion 2014.

Zu lange war die Mailänder Modewoche punkto Nachwuchs Brachland. Gestandene Häuser wie Prada, Armani oder Gucci sind nach wie vor einflussreiche Grössen, doch die jungen Wilden kamen in den letzten zwanzig Jahren aus London oder New York, seltener aus Paris.

 
 
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Puglisis charakteristischer Palmendruck in Rot/Weiss.

Nun gibt es einen, der die Aufmerksamkeit wieder auf die Stadt in der Po-Ebene zieht. Und wie! Fausto Puglisi, 38, aufgewachsen in Messina, Sizilien, macht Kleider, die nicht zu übersehen sind. Barock trifft auf Rock. Seine Minijupes sind Zentimeter zu kurz, die Prints eine Idee zu schrill, die Lederjacken tragen ein Übermass an Goldverzierungen. 

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Eine Lederjacke mit reichen Goldverzierungen zum ausgestellten Minijupe.

Genau dieser Tick Zuviel macht seine Mode so begehrenswert, wie gemacht für endlose Nächte auf dem Dancefloor. Das erinnert an Gianni Versace, der in den Achtzigern mit seinen sexy, opulenten Entwürfen den Grundstein zu einem bis nach seinem Tod bestehenden Imperium legte. Auch Fausto Puglisi ist gekommen, um zu bleiben. Seit drei Saisons ist er nebenbei Kreativdirektor bei Emanuel Ungaro. Die strauchelnde französische Marke soll er wieder ins Scheinwerferlicht hieven. Nichts scheint einfacher für den energiegeladenen Sizilianer. Seine Party hat begonnen.

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