Fashion Week New York Diese 5 jungen Designer gehören ins Rampenlicht

Im Big Apple ist Fashion Week angesagt. Warum wir unsere Scheinwerfer auch auf das Geschehen abseits der grossen Laufstege werfen? Es gibt viel Neues zu entdecken. Zum Beispiel diese 5 jungen Labels, die nicht nur tolle Mode machen, sondern auch etwas bewegen wollen.
Collage Junge Designer an der New York Fashion Week
© Getty Images, Vaquera, Barragan, Lou Dallas, Bildmontage: Style

Eckhaus Latta
Das amerikanische Label Eckhaus Latta, gegründet von Mike Eckhaus und Zoe Latta, ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Bereits Anfang diesen Jahres haben die beiden Designer mit einer Kampagne, die echte Paare beim echten Sex zeigt, international Aufmerksamkeit erlangt  ihr Sprungbrett in die grosse Öffentlichkeit. Dementsprechend hoch auch die Erwartungen an das Duo vor ihrer Präsentation an der New York Fashion Week. Doch der Druck scheint Eckhaus Latta wenig zu beeindrucken: Vor wenigen Tagen haben sie ihre Freunde und Nicht-Models zum Casting eingeladen – eine klare Ansage, dass die beiden auch in Zukunft ihr Ding durchziehen werden. Like!

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PH5
Gegründet im Jahr 2014 hat sich das junge Label mit asiatischen Wurzeln mittlerweile über New York hinaus einen Namen gemacht. Und zwar mit Knitwear. Die Chancen stehen gut, dass sich an der Fashion Week – was Gestricktes angeht – nichts von mehr Rafinesse und Qualität finden lässt als die Kollektion von PH5. Für Frühjahr/Sommer 2018 haben sich Wei Lin und ihre Designerin Mijia Zhang mit dem Thema «Einflussnahme des Menschen auf die Natur» beschäftigt. Das Ergebnis wurde schon gezeigt und kann sich allemal sehen lassen. Gründerin Wei Lin ist übrigens Tochter eines angesehenen Strickwarenfabrikanten – na, wenn wunderts!

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Barragàn
Victor Barragàn arbeitet nach dem Motto «Kleider sind bloss Kleider, auf die Präsentation kommt es an». Und das tut er so ernsthaft wie unkonventionell. Der 25-jährige Designer aus Mexiko zeigt seine Kollektionen als Underground-Perfomances und beschäftigt sich in seiner Mode mit Themen wie Geschlechter- und Identitätspolitik. Sich zu fest an den Markt anpassen, das will Victor nicht. Aber das hat er auch nicht nötig: Mit seiner letztjährigen Kollektion hat sich Barragàn definitiv einen Platz in der New Yorker Modeszene gesichert. Und das Internet liegt ihm bereits zu Füssen, seit er angefangen hat, seine selbstgemachten T-Shirts auf Tumblr zu verkaufen. Von ganz unten bis ganz nach oben: Wenn nicht du Victor, wer dann? 

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Lou Dallas
Hinter dem New Yorker Label steckt die Designerin Raffella Hanley. Ihre Kollektionen mit Namen wie «Plutonian Tears» oder «Earth Everything» erinnern etwas an Comme des Garçons und haben zauberhafte Eigenheit. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Designerin alle Teile selbst in ihrem Atelier anfertigt. Gespannt haben wir ihre 6. Kollektionerwartet , die sie am 9. September an der New York Fashion Week präsentiert hat. 

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Vaquera
Hinter dem spanischen Namen stecken gleich vier Designer: Patric DiCaprio, David Moses, Bryn Taubensee und Claire Sully. Gegründet haben das Quartett Vaquera «wegen fehlender Diversität in der Modeszene». Damit macht das New Yorker Label gleich mal eine ganz schön gewagte Ansage. Doch die Vier meinen es ernst und sagen der Industrie mit ihren Kollektionen den Kampf an – die grosse Portion Ironie verwandelt den schwerverdaulichen Schlachtruf jedoch trotzdem in ein gekonntes «Engarde!».

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