London Fashion Week Winter 2014 Interview mit Schuhdesignerin Sophia Webster

Sophia Webster ist ein heller Stern am Himmel der britischen Schuhdesigner. Ihre Entwürfe sind mädchenhaft, frisch und schlingen sich um die Füsse von Prominenten wie Rihanna oder Solange Knowles. Wir trafen sie bei ihrer Präsentation an der London Fashion Week zum Interview. 
Sophia Webster

Schuhdesignerin Sophia Webster, 28.

Kurz nach dem Valentinstag zeigte die britische Schuhdesignerin Sophia Webster ihre Kollektion zum Thema «Happily Ever After is So Once Upon A Time». Dabei geht es um die moderne Märchenprinzessin, bei der es, wie der Titel schon vermuten lässt, kein Happy End gibt. Die neusten Designs präsentierten die Models im Pop-up-Store in Covent Garden, der an ein Barbie-Haus erinnert - mit ganz viel Pink, Girl Power und schnulzigem Sound.

SI Style: Das Thema der Kollektion war der Herzschmerz. Wurde Ihnen das Herz gebrochen?
Sophia Webster: (lacht) Ja, klar! Aber das ist Gott sei Dank schon eine Weile her. Das ist wohl eine Erfahrung, die wir alle mal machen. 

Wenn man an die vielen Lieder zum Thema denkt, scheint Liebeskummer sehr inspirierend zu sein. War das bei Ihnen auch so?
Ich denke schon, dass da was dran ist. Man sucht einen Weg, den Schmerz zu verarbeiten. Für die Kollektion hatte ich aber eine selbstbewusste Frau im Kopf, die dem Liebeskummer die Stirn bietet. 

Deshalb ist die Kollektion fröhlich und verspielt.
Genau! Die Inspiration war eine Mischung aus einem ungezogenen Girl aus Beverly Hills und einer modernen Märchenprinzessin.

Wie kamen Sie eigentlich dazu, Schuhe zu designen?
Ich studierte Kunst, und eines Tages lernten wir in einem Kurs, wie man Mode illustriert. Ich hatte grossen Spass daran, Schuhe zu skizzieren und machte weiter damit. Danach entschied ich mich für Schuhdesign-Studien am London College of Fashion und am Royal College of Art.

Der britische Schuhdesigner Nicholas Kirkwood gilt als ihr Mentor. Wie kam es zu Ihrer Zusammenarbeit?
Als ich im Masterstudium war, habe ich an zwei Wettbewerben teilgenommen. Nicholas Kirkwood und sein Business-Partner Christopher Suarez waren in der Jury. Sie kontaktierten mich danach und fragten, ob ich Lust hätte, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ich habe dann während des Studiums für das Label gearbeitet und war nach meinem Abschluss drei Jahre lang Kirkwoods Design-Assistentin.

2012 folgte die Gründung Ihres eigenen Labels.
Genau. Das war schon der Plan, als ich bei Nicholas Kirkwood angefangen habe. Bei ihm habe ich alles rund ums Schuh-Business gelernt und er hat mir geholfen, mein eigenes Label zu gründen. Er unterstützt und berät mich bis heute. 

Ihr Label ist erst zwei Jahre alt und schon sehr erfolgreich. Sie gewannen unter anderem den NEWGEN Award des British Fashion Council, der aufstrebende Designer auszeichnet. Wie erklären sie sich ihren Erfolg?
Ich liebe, was ich mache und will wissen, was die Leute über meine Kollektion denken. Ich habe ein offenes Ohr für Anregungen und versuche so gut wie möglich darauf einzugehen.

Wer ist ihre typische Kundin?
Eine Frau, die gerne Neues ausprobiert, experimentiert und damit andere inspiriert.

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