Wie bitte? Teurer Gucci-Badeanzug darf nicht nass werden

Mode ist wie Kunst: Man muss nicht alles verstehen können. Deshalb hat Gucci jetzt einen Badeanzug zum Nichtschwimmen designt.  

Wir leben in einer aussergewöhnlichen Zeit. Und wir müssen auch nicht immer alles verstehen. Doch aktuell stellen wir uns gerade eine Sinnfrage: Diese philosophischen Gedanken verdanken wir nicht der herbstlichen Dunkelheit frühmorgens, auch nicht dem nahenden Jahresende – wir bedanken uns hier bei Gucci. Das Label hat mit dem «Sparkling Swimsuit with Gucci Logo» ein ganz besonderes Produkt auf den Markt gebracht: Den vermutlich ersten Badeanzug für rund 480 Franken, mit dem man besser nicht baden gehen sollte.

Warum ist der Badeanzug nicht einfach ein Body?

Bei der Produktbeschreibung im Gucci-Webshop steht: «Aufgrund der speziellen Beschaffenheit dieses Produkts, sollte der Badeanzug nicht in Kontakt mit Chlor kommen.» Reseller Net-a-Porter geht sogar noch einen Schritt weiter und empfiehlt, doch am besten gar nicht damit schwimmen zu gehen. Nicht einmal sünnelen liegt drin, Net-a-Porter warnt: «Lotion, Sonnencrème, Öl und Chlor können das Teil entfärben.» Das sei kein Produktionsfehler. Das liegt offenbar einfach in der Natur der Sache. Wir fragen uns gerade, weshalb das Teil nicht einfach Unterwäsche (Body oder so) heisst.

Wer hat sich das Teil wohl gekauft?

Übrigens: Das Teil ist zurzeit ausverkauft. Wir tippen auf kreative Menschen, die Sinn und Unsinn dieses fragilen Badehabits erfolgreich hinterfragt und umgedeutet haben. Wir holen uns jetzt noch einen Tee, rücken uns philosophisch-fotogen auf unseren Sitzen zurecht und denken drüber nach, was man mit einem Badeanzug zum Nichtschwimmen so anstellen kann. Eine Idee gibts in der Galerie – und fünf andere Mode-Inspirationen zum drüber Nachdenken.

 
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