5 Minutes with ... Bligg, Musiker

Er ist der erfolgreichste Mundartmusiker der Schweiz und der Massstab, wenn es um Plattenverkäufe geht. Bliggs achtes Album «SERVICE PUBLIGG» soll das weiter zementieren und offenbar die Konkurrenz sprachlos machen. Warum sich der 37-Jährige auf dem Cover als Superheld stilisiert, in welchen Läden er sein Geld ausgibt, was ihm bei einer Frau wichtig ist und wie viel Zeit die Pflege seines Bartes braucht, verrät er SI Style.
Bligg
© DreamStarEntertainment

Der Musiker ist gereift.

SI Style: Welches war die erste CD, die Sie sich je gekauft haben?
Bligg: Das war «Thriller» von Michael Jackson. Doch ganz ehrlich: ich habe sie mir nicht gekauft, mein Schulschatz hat sie mir geschenkt.

Wo haben Sie Ihre letzten Ferien verbracht?
In Ägypten, Thailand, Deutschland und in London. Aber dort war das Wetter so mies, dass ich mir Equipment gekauft habe und begann, an meinem neuen Album zu arbeiten.

Wie hoch war Ihr erster Stundenlohn?
Ich bekam 18 Franken pro Stunde dafür, dass ich in den Schulferien auf einer Baustelle als Handlanger gearbeitet habe.

Womit verplempern Sie gern Ihre Zeit?
Mit dem Internet.

Wie lange sind Sie täglich online?
Circa eine Stunde.

Wie beschreiben Sie Ihren Stil?
Irgendwo zwischen leger und elegant; zeitlos.

Wie gut sind Sie modisch ausgestattet?
Meine Garderobe nimmt ein ganzes Zimmer ein und ist akribisch geordnet, etwa nach Farben sowie in einen Casual- und einen klassischen Bereich. Das hat auch organisatorische Gründe: Alles muss schnell parat und kombinierbar sein. Ich habe einen Ordner, wo ich Fotos von verschiedene Outfits für diverse Anlässe habe.

Was tragen Sie besonders gern und häufig?
Geht es um schicke Sachen mag ich Anzüge von Tom Ford oder Hugo Boss. Ich bin aber nicht fixiert auf Brands. H & M schneidert tolle Hemden für meine Statur. Bei Sonnenbrillen bevorzuge ich von Han, das ist ein dänischer Hersteller mit handgemachten Brillen, und Mykita. Ich bin ein Jeans-Fan und trage Levi`s, Blue Blood, Denham. Coole Shops auch online sind Urban Oufitters und American Apparel.

Ihr Shopping-Verhalten?
Ich gehe nicht gern shoppen, ich hasse es geradezu. Klassiker wie einen Trenchcoat bestelle ich im Internet. Letztens habe ich eine coole College-Jacke bei zalando bestellt. Einmal im Jahr gehe ich nach London vor Weihnachten und einmal nach Milano. Ich nehme bloss eine Jeans und ein Shirt mit und fülle meinen Koffer dort voll. Im Ausland habe ich auch Ruhe in den Läden, hier kann ich nicht zu H & M gehen…

Womit pflegen Sie sich?
Mit dem Minimum. Ich benutze ein Haarwachs von Dax (das kriegt man im Afrikaner Laden), und ein Rausch-Shampoo mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Wohin führen Sie eine Frau zum romantischen Dinner aus?
Dorthin, wo ich einen ruhigen Tisch kriege… Aber eigentlich würde ich sie eher bei mir Zuhause bekochen. Ich habe von Alfons Schuhbeck (bayerischer Sternekoch, Red.) einige Apps runtergeladen und gelernt, wie man ein zum Beispiel ein schönes Roastbeef hinbekommt. Mit Stress gehe ich in Zürich oft ins Antiquario. Und das Fischer`s Fritz ist im Sommer super weil es eine grandiose Aussicht bietet. 

Tanzen Sie?
Nein! Ich bin der schlechteste Tänzer auf der Welt.

Steigt mit jeder CD der Erfolgsdruck?
Ja, von aussen und von innen. Die letzten zwei Alben waren so aussergewöhnlich erfolgreich, dass ich nun als Massstab gelte für CD-Verkäufe in der Schweiz. Ich bin mein schlimmster Kritiker und erst zufrieden, wenn ich selbst Geld für eine CD von mir ausgeben würde.

Was war die Inspiration für «SERVICE PUBLIGG»?
Die Gitarre, damit hat alles begonnen.

Auf dem Album-Cover inszenieren Sie sich als Superheld-Figur. Wen hätten Sie lieber an Ihrer Seite Supergirl oder Catwoman?
Catwoman! Allein schon wegen dem Outfit. 

Bligg CD
© DreamStarEntertainment

Auf dem Cover seines neuen Albums gibt Bligg den Superhelden.

Mehr von Bligg in der aktuellen SI Style 11/2013 jetzt am Kiosk und unter bligg.ch

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