«Style Label» Joseph Schwarz-Weiss-Denken

Joseph kann beides: Diskretion wahren mit Basics, die lange gefallen, und Aufmerksamkeit heischen mit aktuellen Favoriten. Nur ein aufdringliches Logo sucht man vergebens.
Joseph Fall/Winter 2013

NA LOGO! Betritt man einen Joseph-Laden, erschliesst sich einem sofort, worum es beim ultimativen Einkaufserlebnis geht: Ein eklektischer Mix der im Moment angesagtesten Labels hängt da. Neben der Eigenmarke verkauft das Unternehmen in den grössten seiner weltweit über dreissig Boutiquen traditionsgemäss Mode von Mitstreitern. Gründer Joseph Ettedgui revolutionierte in den Siebzigerjahren mit dieser Idee den Einzelhandel und avancierte zu einem Pionier der Londoner Shop-Landschaft. 1983 lancierte der aus Marokko immigrierte Jude seine Kollektion. Die Joseph-Kreationen müssen auch dreissig Jahre später die Konkurrenz auf eigenem Terrain nicht fürchten. Man kultiviert ein Understatement, das ebenso exakt den Nerv der Zeit trifft, wie die Blazer und Hosen geschnitten sind. Seit 2009 ist Louise Trotter Kreativchefin der Firma, die inzwischen in japanischer Hand ist. Für diesen Winter schuf sie Kleider vornehmlich in grafischem Schwarz und Weiss, dazu Stücke in vibrierendem Orange und Pink. Eine urbane Uniform ohne Firlefanz für Frauen, die dem Trend einen Schritt voraus sind. Joseph gibt es etwa bei Fidelio und Gassmann in Zürich oder online bei joseph-fashion.com, farfetch.com, net-a-porter.com oder matchesfashion.com.

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