Unsere Favoriten 10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Wir müssen ja nicht gleich die ganze Welt verbessern. Aber kleine Handlungen im Alltag können für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Die Tipps der SI-Style-Redaktion finden Sie hier. 
Wear Collective
© Collective

Charlie May von girlalamode.co.uk trägt ein weisses Shirt von Collective

Nachhaltig produzierte Kleidung
Bei meiner Kleidung setze ich lieber auf Qualität anstatt Quantität. Die Herkunft der Textilien spielt für mich ebenfalls eine Rolle. Der Brand Collective wurde 2009 in London gegründet und setzt sich zum Ziel, simple, ethisch vertretbare Shirts und Accessoires zu produzieren. I like!
wearecollective.com
- Raphaela Haenggi, Head of Digital

Verpackungen vermeiden
Ich fahre nur ÖV, kaufe keine billigen Wegwerfkleider und bin jedesmal, wenn ich im Supermarkt einkaufe, erschlagen von den Verpackungsbergen, da ich mich üblicherweise auf dem Markt versorge, die farblich assortierte Baumwolltasche selber mitbringe und die Papiertüten mehrfach gebrauche.
- Richard Widmer, Fashion Director

Stofftüte
Ich hab immer eine Stofftüte in meiner Handtasche und brauche und kaufe deshalb keine Papiertüten im Supermarkt.
- Sabina Hanselmann-Diethelm, Chefredaktorin

Kompost für den Balkon
Mein Bewusstsein für saisonales Gemüse ist stark gewachsen, seit ich gärtnere. Nun weiss ich, was wann in unseren Breitengraden wächst und reif ist. Selber gezogenes Gemüse schmeckt einfach gut, und bei einem Überschuss google ich fleissig neue Rezepte und probiere allerhand aus, auch altmodische Arten der Konservierung wie Einlegen. Ein anderer Vorteil ist der Kompost, so wandern grüne Küchenabfälle zurück ins Ökosystem. Wer keinen Garten hat, kann sich auf dem Balkon einen Wurmkompost anlegen, dieser wandelt Gemüse- und Fruchtresten, Eierschalen, Zeitungen, Haare, Kaffeesatz in nährstoffreichen Wurmhumus um!
Wurmkompost
Hier zwei Anleitung: 
principle.qbist.org
de.wikihow.com
- Martina Russi, Moderedaktorin

GA statt Alfa
Mein bildschönes, aber unverschämt durstiges Alfa-Spider-Cabriolet Jahrgang 1975, ein reines Schönwetter/Weekend/Girls-Toy, habe ich vor Jahren schon verkauft, heute lasse ich mich nur noch chauffieren, von den SBB, VBZ und der zb (Zentral-Bahn). Mit dem General-Abo bin ich «grüner», stressfreier und pünktlicher unterwegs – immer noch mit Pininfarina. Die SBB-Loks stammen aus der Nobel-Design-Schmiede, die auch die feinsten Cabriolets stylt. Fleisch, das in meine Küche und auf meinen Teller darf, stammt von Bio-Bauern rund ums Dorf, in dem ich lebe.
- Anita Lehmeier, Leitung Text/Kultur

No Standby
Leider fressen Smartphone und Laptop, die ich täglich brauche, viel Strom, weil die Geräte häufig aufgeladen werden müssen. Dafür achte ich peinlich genau darauf, dass in meiner Wohnung nur dort Licht brennt, wo ich mich gerade aufhalte, und dass das Fernsehgerät nach Gebrauch immer ganz ausgeschaltet ist und nicht etwa im Standby-Modus vor sich hinleuchtet.
- Nina Huber, Kulturredaktorin

Mr. Green
Ich bin vor Kurzem von Zuhause ausgezogen. Das heisst: Leerer Kühlschrank, keine Putzfee und auch niemand, der sich um die korrekte Mülltrennung kümmert. Für Letzteres nehmen meine neuen Mitbewohner und ich deshalb den Service von «Mr. Green» in Anspruch: Für knappe 18 Franken im Monat entsorgen wir sämtliche Recyclinggüter in wöchentlich zugeschickte Müllsäcke, die von der «Mr. Green»-Truppe persönlich abgeholt und danach korrekt getrennt wird. Die gewonnene Zeit verbringen wir dann damit, den Kühlschrank zu füllen und für Ordnung zu sorgen. Oder so.
mr-green.ch
- Charlotte Fischli, Volontärin

Vegetarier sind die besseren Klimaschützer
Ich verzichte schon seit Jahren auf Fleisch und Fisch. In erster Linie nicht aus Klimaschutz, sondern weil ich vegetarisches Essen lieber mag. Und wenn man sich vorstellt, wie grausam mit den Tieren umgegangen wird, ist für mich sowieso alles klar.
wikipedia.org/wiki/Tiere_essen
- Nicole Hecht, Art Director

Kälte doppelt genutzt
Ich nehme tiefgefrorene Lebensmittel einen Tag vor der Zubereitung aus dem Gefrierfach und lasse sie im Kühlschrank entfrosten. Das spart Zeit beim Kochen und gleichzeitig Energie – der Kühlschrank nutzt die abgegebene Kälte und benötigt weniger Energie für die Kühlleistung.
- Karin Anna Biedert, Moderedaktorin

Richtig eingekauft
Wer kennt das nicht, man geht mit grossem Hunger in den Lebensmittelladen und kauft viel und unnötig ein. Einiges vom Eingekauften landet dann nach dem Ablaufdatum ungenutzt im Müll. Daher gefällt mir das Einkaufskonzept vom Mise en Place im Zürcher Seefeld recht gut. Man kann unter mehreren Menüs auswählen und bekommt genau die Menge an Produkten, welche man dazu auch wirklich braucht. Somit entstehen keine Essensabfälle und das schlechte Gewissen bleibt einem auch erspart.
mis-en-place.org
- Andy Läber, Grafiker

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