Die Redaktion testet 3, 2, 1, Detox!

Eigentlich entsteht die Sommerfigur ja im Winter. Weil wir den Startschuss zum langfristigen Fitness-Programm leider knapp verpassten, versuchten wir es nun kurzfristig mit einer Saftkur. Gesund auf die Schnelle - funktioniert das? Zwei Detox-Kuren im Vergleich.
Detox Test
© Fit'n'Tasty

Detox, Baby!

Dafür, dass ich alles andere als ein «Sporty Spice» bin, beschuldige ich noch immer meine Eltern. Ausser zum Skifahren und zum jährlichen «Sporttag», den ich Jahr für Jahr schwänzen wollte, haben sie mich nie wirklich zum Sport gezwungen. Leider! Irgendwann kurz vor 20 holt einen das ja bekanntlich ein, und man kann nicht mehr gleich viele Schoggistängeli und Guetzli zum Dessert verdrücken, wie man das früher immer tat. Während sich meine Kolleginnen Raphaela und Kiki also kurzerhand einer Workout-Challenge verschrieben, entschied ich mich für Entgiftungskuren mit Säften, die mich in wenigen Tagen fit machen sollten. Ich wandte mich also an die Schweizer Detox-Anbieter Private Detox Box und Fit'n'Tasty, die mich im Abstand von zwei Wochen mit einer Drei-Tage-Kur versorgten - gemäss den Profis die richtige Dauer für eine Anfängerin wie mich.

Detox Test

Grün, grün und nochmals grün!

Private Detox Box 

Vom der in der Romandie ansässigen Hersteller bekam ich auf meinen eigenen Wunsch die Green Detox Juicebox für drei Tage. Die aus insgesamt sechs Säften pro Tag bestehende Box enthält 5 grüne sowie einen weissen Saft. Zu den Getränken sind tagsüber kleine Snacks erlaubt wie Reiswaffeln und Mandeln. 

Pro:
1. Das beste an der ganzen Kur? Zweifellos der «Whitetox-Saft»! Der letzte des Tages besteht aus Mandelmilch, Vanille und Zimt und schmeckte wie ein richtiger Dessert. Im Gegensatz zu den anderen Säften habe ich mir nach dem letzten Schluck sogar eine weitere Flasche davon gewünscht. Was für eine Abwechslung zum Grünzeug! 
2. Die Säfte sind sättigend. Kein Wunder eigentlich - alle 2 Stunden eine Halbliterflasche voll Apfel, Spinat, Petersilie, Gurke etc. zu trinken, ist nicht gerade «leicht» für jemanden, der normalerweise (und maximal) einen Green Juice pro Tag trinkt!
3. Der Entgiftungsprozess beginnt früh, und er macht sich bemerkbar. Bereits am ersten Abend fühlte ich eine Veränderung im Magen, auch wenn diese begleitet war mit Schwächegefühlen (mein erstes Detox-Wochenende fiel leider genau auf das heisseste Wochenende in Zürich - kein Wunder, krepierte ich schier auf dem Nachhauseweg!).

Kontra:
1. Obwohl ich mir dafür die Schuld wohl selbst in die Schuhe schieben muss: Fünf GRÜNE Säfte am Tag sind unglaublich eintönig. Am zweiten Tag schmeckte bereits alles gleich. Die Ingredienzen der Green Detox Juicebox sind bis auf ein oder zwei Abweichungen fast immer dieselben: Der «Greentox» enthält zum Beispiel Apfel, Spinat, Gurke, Alge und Karotte, der spätere «Mintox» Apfel, Gurke, Ingwer, Orange und Zitrone. Mein Tipp deshalb: Einmal die Liebe zu grünen Säften überdenken. Wirklich.
2. Die Menge: Mit sechs Halbliterflaschen am Tag, die alle irgendwie gleich schmeckten, war ich leicht überfordert und meine damit verbundene Lust auf Abwechslung für den Prozess nicht gerade hilfreich. Hmpf.
3. Ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte die Kur genau so durchgezogen, wie man müsste: Ich begann am zweiten Tag, «Anstandsreste» zu hinterlassen und gönnte mir an zwei Tagen zum Znacht einen Salat anstatt einen Saft.

privatedetoxbox.ch

Detox Test

Das Highlight des Tages: Der «Whitetox» mit Mandelmilch, Vanille und Zimt.

Fit'n'Tasty

Nach der ersten (grünen) Saftkur wusste ich: Dieses Mal brauche ich Abwechslung! Als ich die bunteren (und kleineren) Flaschen der Saftpakete von Fit'n'Tasty entdeckte, machte mein Magen bereits Luftsprünge. Von Fit'n'Tasty bekam ich die Urban Detox Kur, bestehend aus 6 Säften pro Tag.

Pro:
1. Vielfalt! Klar, ein Saft ist ein Saft, und nichts essen ist nichts essen. Die Abwechslung von Gelb, Grün, Orange und Rot macht aber bereits fürs blosse Auge einen Unterschied, und die Vorfreude auf die nächste «Mahlzeit» wird automatisch gesteigert. 
2. Abgesehen vom ersten kleinen Aufsteher-Saft, der aus Wasser, Zitrone und Ingwer besteht und etwas sauer und bitter auf der Zunge schmeckt, sind alle Säfte tatsächlich ein Genuss und angenehm, was die Menge betrifft.
3. Die Entgiftung fühlt sich sanft an und weniger aggressiv. Ich habe stets genug Energie, keine Heisshunger-Attacken und angenehm davon überrascht, wie einfach mir das Durchhalten fällt.

Kontra:
An der Kur von Fit'n'Tasty habe ich tatsächlich nichts auszusetzen und würde sie sofort wieder machen. Daumen hoch!

fitntasty.ch

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Weg damit! Der Mülleimer voller leerer Flaschen ist ein durchaus befriedigendes Gefühl.

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