5 Minutes with ... Jeans for Jesus

Am Freitag bringt die Band aus Bern ihr neues Album «P R O» auf den Markt. Inklusive Parfum. Klingt komisch, ist aber so. Sänger Mike hat uns verraten, wonach man als Jeans-for-Jesus-Fan riecht, wie sie überhaupt zur Musik kamen und in welcher Situation man selbige am besten hört
Jeans for Jesus «Pro»
© Walter Pfeiffer

Jeans for Jesus, das sind (von links) Marcel Kägi, Michael «Mike» Egger, Philippe Gertsch und Demian Jakob.

Style: Wie kamt ihr zur Musik?
Mike: Als Teenager haben wir unsere Idole imitiert und dann, unreflektiert wie wir sind, nicht mehr damit aufgehört.

Euer musikalischer Stil in drei Worten?
Eleganz, Präzison, Tradition … Nein, sorry – die Ironie hat zugeschlagen. Positiv, postironisch, fantasievoll.

Würdet ihr euch als Boyband bezeichnen?
Wenn wir dürfen, sehr gerne, ja.

In welcher Situation hört man Jeans for Jesus am besten?
Mit Sitzgelegenheit, beim Kochen, beim Trinken, im Uber, im Stehen, tanzend, zu zweit, in Kopfhörer-Momenten, im Hintergrund von Pop-Up-Cafés, beim Zugfahren, Joggen mit Detox-Säften, berauscht oder nüchtern, auf dem Fahrrad, in Gyms und beim Yoga, beim Einmarsch der Fussballnationalmannschaft … Die Vielseitigkeit ist verblüffend.

Ihr bringt gemeinsam mit eurem neuen Album ein Parfum auf den Markt. Wonach riecht «P R O»?
Sakral-erdig, verbunden mit elektrisierender Beere. «P R O» verbindet rhythmisch die hellen Akzente moderner Holznoten mit sportlichem Musk zu einem schlichten, leicht aufdringlichen Charakter, der an frische Socken auf dem Campingplatz erinnert. Gegenwart mit Geschichte. Wie unser Album, wo Saiten-, Perkussions- und elektronische Instrumente neben Aufnahmen von italienischen Singzikaden auf digitale Hochauflösung treffen.

Was verbindet ihr mit diesem Duft bzw was soll er verkörpern?
Unser Album. Die Zeit damit. Ein Satz, den ein PROfi dazu schrieb: «Die Noten verschiedenster, oszillierender Weltteile verbinden sich zu einer authentischen Duftatmosphäre, in der weiblich und männlich aufeinandertreffen, alle Schichten und Grenzen durchbrochen sind.» «P R O» ist natürlich unisex und so offen, wie wir es gerne wären.

Wonach sollte euer Partner im Idealfall riechen?
Seit unserem Duft von Niklaus Mettler erübrigt sich die Frage eigentlich. Aber ja, ein Parfum ist wie ein Kleid. Und gut gekleidet zu sein ist wichtig. Genauso wichtig, wie zusammen nackt sein.

Mit welchem Jahrzehnt könnt ihr euch am besten identifizieren?
Wenn man auf vergangene Jahrzente zurückschaut, ist alles immer ein bisschen peinlich. Das wird auch den 10er-Jahren passieren. Aber wir interessieren uns sehr für das Jetzt. Vielleicht auch noch die 20er, wenn sie dann auf den Mars fliegen. Da freuen wir uns dermassen drauf, dass wir begonnen haben, Sport zu treiben und gerne das Rauchen aufgeben wollen.

Gäbe es Jeans For Jesus als Actionfiguren und ihr dürftet euch ein Gadget aussuchen, welches wählt ihr?
Etwas wie ein Batarang (Wurfwaffe von Batman) und Harpunen mit Enterhaken, um auf Gebäude klettern zu können. Im Nahkampf würden wir auf alle Fälle versagen, deshalb machen wir in Interviews auch nie Witze über Gölä & Co.

Wo führte eure letzte Reise hin?
An ein Konzert in einen schönen Club in der Deutschschweiz.

Und wohin die Nächste?
An ein Konzert in einen schönen Club in der Deutschschweiz.

Jeans for Jesus «Pro»

Live in Action: Jeans for Jesus auf der Bühne.

Welchen Ratschlag würdet ihr euren 16-jährigen Ichs mit auf den Weg geben?
In dem Alter haben wir keine Ratschläge angenommen. Aber, wir würden wohl sagen wollen «nehmt es easy». Kommt schon gut. Einfach machen, was gut ist … Und ja, dass nächstes Jahr, also 2005, LCD Soundsystem, M.I.A., Kanye West, Animal Collective und Cam'Ron Meilensteine veröffentlichen werden. Wie bei «Back To The Future» bei diesem Sportalmanach. Nur dass wir dann eben die Ersten in der Schule wären, die damit angeben können, es vor allem anderen geschnallt zu haben.

#Bucketlist – Welche Ziele wollt ihr noch erreichen?
10'000 Follower auf Instagram. Könnte man sich auch kaufen. Aber organisch ist schöner.

Euer wertvollstes Gut?
Schlechte und gute Witze nicht voneinander unterscheiden zu können und einfach immer weiterzumachen damit.

Intimes Konzert im kleinen Club oder Riesengig auf einem Festival?
Festival, weil immer Leute im Publikum sind, die wegen anderen Bands dort sind. Das kann schmerzen, aber auch sehr lustig sein.

Pro oder Kontra?
P R O!

Vielen Dank, lieber Mike 

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