Kinotipp «The Railway Man» Achterbahn des Schreckens

Colin Firth legt in seinem aktuellen Film die beeindruckendste Leistung seit dem oscar-gekürter «The King's Speech» hin. Und wir leiden wieder einmal mit einem armen Kerl mit.
Liebe, überschattet mit bösen Erinnerungen: Eric Lomax (Colin Firth) und seien Frau Patti (Nicole Kidman).
© Ascot Elite

Machen Sie sich auf einiges gefasst: 1. Auf einen Colin Firth in der besten Rolle und Performance seit «The King's Speech». 2. Auf eine Nicole Kidman, die mal wieder mit Schauspielkunst und nicht mit Schönheit, Glamour und botoxbasierter Jugendlichkeit punktet. 3. Auf eine schwer verdauliche Geschichte mit expliziten Folterszenen.

Kriegsheimkehrer Lomax (Jeremy Irvine) trägt schwer an seinen Erinnerungen.

Kriegsheimkehrer Eric Lomax (Jeremy Irvine) trägt schwer an seinen Erinnerungen.

Die erschreckend wahre Story: Der Eisenbahn-afine Brite Eric Lomax (Colin Firth, in der jungen Version: Jeremy Irvine) gerät mit seinen Kameraden im Zweiten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft. Die Soldaten werden zum Eisenbahnbau eingesetzt, oder genauer gesagt versklavt. Die Bedingungen im thailändischen Dschungel und die Behandlung durch die Japaner sind unmenschlich, unvorstellbar unmenschlich. Lomax kehrt als seelischer Krüppel heim, seine zweite Frau Patrick (Nicole Kidman), eine Krankenschwester, will ihren Mann aus seinem schwarzen Loch voller düstere Erinnerungen herausholen. Der Film ist so schwer verdaulich wie tief beeindruckend. Den in prächtige und schockierende Bilder umgesetzte Geschichtsunterricht sollte sich antun, wers aushält.

Mehr über Colin Firth, den grossen englischen Gentlemen, lesen Sie in der aktuellen SI Style.

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