Sounds der Woche Damon braucht kein Beigemüse

Ist klar: Ein Geheimtipp ist das neue, notabene erste richtige Soloalbum von Damon Albarn nicht. Aber gute Musik ist immer ein schlagendes Element. Und die Songs auf «Everyday Robots» habe eben jene von einem Anflug von Einsamkeit geprägte Sehnlichkeit, die berührende Stücke ausmachen.

Album der Woche Damon Albarn «Everyday Robots»
Gekrümmt sitzt er auf dem Coverbild auf einem Barhocker und starrt sinnierend auf den Boden. Der Shaker schüttelt, diffuse, schlierige Piano- und Streichersounds umspülen ihn, oft ist da neben seiner Stimme auch nur eine einfache Tonfolge auf der akustischen Gitarre: Um seinen introspektiven Ausflug zu vertonen braucht Albarn kaum Beigemüse. Anspieltipp: «The Selfish Giant».

The Roots «When The People Cheer»
Ein neues Roots-Album steht vor der Tür. Für HipHop-Fans auch nach zig Veröffentlichtungen der Massstäbe setzenden Band aus Philadelphia noch immer ein Grund für erhöhten Puls. Ihre neue Single klingt jedenfalls schon mal sehr ansprechend. Nur heisst das nicht viel: Die Tradition der Band um Schlagzeuger Ahmir «Questlove» Thompson und Rapper Tarik «Black Thought» Trotter besagt, dass die erste Single jeweils komplett anders als der darauffolgende Langspieler klingt.

Sleater-Kinney «Modern Girl»
Keine Ahnung, wie wir jetzt gerade auf diese Band gekommen sind. Ach doch: die laute, freudvoll übersteuerte Hardcore-Punk-Truppe von Perfect Pussy – derzeit in der Indie-Community hoch im Kurs mit ihrem Album «Say Yes To Love» – erwähnte sie in einem Interview. Und so hören wir Riot-Grrrl-Musik vom ehemaligen Nirvana-Label Sub Pop aus Seattle, die unter die Haut und ins Ohr geht. Mit dabei: «Portlandia»-Autorin Carrie Brownstein.

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