Filmtipps «La Belle et la Bête» und «Beltracchi - Die Kunst der Fälschung» Kitsch und Kunst

Kitsch und Kostüme in «La Belle et la Bête» lassen uns seufzen, Kunst und Chuzpe des Kunstfälschers «Beltracchi» lassen uns staunen.  

«La Belle et la Bête»

In Rot gefällt sie uns besser als in «Bleu»: Léa Seydoux.

In Rot gefällt sie uns besser als in «Bleu»: Léa Seydoux.

Die Geschichte um die Schöne, deren Liebe das Biest rettet, ist uralt. Romantische Gemüter dürfen auch in dieser x-ten Neuverfilmung mit einem Happy End rechnen. Auf dem neuesten Stand allerdings sind die technischen Tricks, mit denen uns Regisseur Christophe Gans («Der Pakt der Wölfe») verblüfft. Der Grossteil des Filmes entstand im Grossrechner. Üppigen Augenschmaus bieten auch die historisierenden Kostüme. Und natürlich deren Trägerin, die Heldin Belle (Léa Seydoux). Die Französin sieht in Korsett und Rüschen  einfach entzückend aus. Im roten Reifrock gefällt sie uns besser als mit blauen Haaren... Und Vincent Cassel, der Vorzeige-Bösewicht der Grande Nation, darf als Biest einmal mehr seinen gefährlichen Sex appeal lustvoll ausspielen. «La belle et la bête» ist kein Film, der ewig haften bleibt, aber er kann uns einen Mai-Abend mit April-Wetter ganz schön versüssen. 

«Beltracchi - Die Kunst der Fälschung»

Wolfgan Beltracchi an der Arbeit.
© Praesens Film

Wolfgang Beltracchi an der Arbeit.

Kunst, ganz ohne Kitsch, dafür mit Krimi bietet der Dok-Film über den genialsten Kunstfälscher unserer Zeit:  Wolfgang Beltracchi. Der Deutsche führte mit seinem Bildern (keine Kopien von Meistern, sondern eigenen Werken im Stil von...)  über drei Jahrzehnte die Kunstwelt an der Nase herum. Experten, Galeristen, Museen, Sammler sassen dem jahrhundert-Fälscher auf. Was ihn zum Fälschen trieb, wie aufwändig er arbeitete, wie gut er als Maler ist, warum er aufflog und wer stinksauer über den sympathischen Künstler ist erfahren Kunstsinnige im Film «Beltracchi - die Kunst der Fälschung», jetzt im Kino. 

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