Buchtipp «Im Namen Gottes. Amen!» Gott würfelt nicht, aber er wettet

Die grosse Frage zur Karwoche: Wie gehts eigentlich Gott? Was tut er so den ganzen Tag? Darüber hat der New Yorker Satiriker Simon Rich, 30, nachgedacht, seine Spekulationen finden wir im Taschenbuch «In Gottes Namen. Amen!»
Simon Rich: «In Gottes Namen. Amen!», Goldmann tb

Simon Rich: «In Gottes Namen. Amen!», Goldmann tb

Also, Gott spielt Golf, surft stundenlang im Internet, plant die Wiedervereinigung der Band Lynyrd Skynyrd. Kurz: Er langweilt sich. Um seine florierende Firma Heaven Inc. kümmern sich Heerscharen von Engeln, ehemalige Menschen. Die bekommen eines schönen Tages ein Mail vom Chef, des Inhalts, dass er die Menschen satt hat und die Erde vernichten wird. In einem Monat. Sein neues Projekt: Er will im Himmel ein Restaurant mit asiatischer Küche eröffnen. Zwei überengagierten Engeln aus der Abteilung für Wunder gelingt es,  mit Gott eine Wette abzuschliessen: Wenn sie gewinnen, dürfen die Menschen weiterleben, verlieren sie, geht die Welt mit Maus und Mann unter. Die Wette dreht sich um folgendes: Wenn sich zwei einsame Menschen innert eines Monats (ver-)lieben, gibt sich Gott geschlagen. Mit Feuereifer machen sie die Engel dran, die beiden notorisch Schüchternen zusammenzubringen. Ohne Einsatz von Wundern gelingt das natürlich nicht. Eine heitere Fiktion (so hoffen wir wenigstens!) mit einem Schuss Zynismus, die sich Rich, der jüngste Gag-Schreiber bei Satur Night Live, da ausgedacht hat. Wie es endet, verraten wir nicht. Dafür aber, wie man nach Rich in den Himmel kommt. Brav sein? Fromm sein?  Nicht sündigen? Iwo, man muss einen Stein siebenmal übers Wasser hüpfeln lassen können. That's all folks!

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