Kinotipp «Her» Der Geist in der Maschine

Passend zum Frühlingsanfang serviert uns  Spike Jonze eine hinreissende Liebesgeschichte: «Her».  Der Tiefenpsychologe unter den Filmemachern präsentiert uns Joaquin Phoenix in seiner besten Rolle seit seiner Johnny-Cash-Hommage in «Walk the Line», und Scarlett Johansson haut einen um, obwohl die Schöne nie zu sehen ist.
Theo (Joaquin Phoenix) lächelt seinen Schatz an...
© Ascot Elite

Theo (Joaquin Phoenix) lächelt seinen Schatz an...

Bei diesem prächtigen Wetter ziehts nur Hardcore-Filmfans ins Kino. Freiluft-Freunden und Draussenhöckeler seien gewarnt: Ihr verpasst den schönsten Liebesfilm der Saison, vielleicht sogar des Jahres! Spike Jonze («Adaption», «Being John Malkovich»)  erzählt die Lovestory zwischen einem einsamen Ghostwriter für Liebesbriefe (Joaquin Phoenix) und  einem intelligenten Betriebssystem, einem Computer! Schräg? Nein, poetisch. Dem OS leiht Scarlett Johansson ihre wundervolle Honigtopf/Whiskyfass-Stimme. Obwohl die dralle Schöne nie zu sehen ist, legt sie eine ihrer beeindruckendsten Leistungen als Schauspielerin hin in «Her».

Einsame Seelen in L. A.: Theo (Joaquin Phoenix) und Amy (Amy Adams).
© Ascot Elite

Einsame Seelen in L. A.: Theo (Joaquin Phoenix) und Amy (Amy Adams). 

Und wie Spike Jonze, der für sein Drehbuch verdientermassen einen Oscar und einen Golden Globe abholte, die Sexszene zwischen Mann und Maschine inszeniert, ist schlicht unvergesslich.  Also, lassen Sie einen Abend die Sonne allein untergehen und ziehen sich dafür «Her» rein.  Die grandiosen Bilder, die zartbittere Geschichte und fantastische Darsteller entschädigen Sie für den jeden Sonnenuntergang inklusive Sundowner. 

Übrigens: Zum Interview mit Hautpdarsteller Joaquin Phoenix geht's hier.

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