Kinotipp: «Terminator Genisys» Kein Weltuntergang

Das Beste an «Terminator Genisys»: das Wiedersehen mit Arnold Schwarzenegger in Jung. Inzwischen hat der Maschinenmensch sogar lächeln gelernt...
Sarah Connor (Emilia Clarke), künftige Mutter des Weltenretters.
© © Paramount Pictures Switzerland

Sarah Connor (Emilia Clarke), künftige Mutter des Weltenretters.

«Dieser Zeitreisen-Scheiss verbrutzelt dir das Gehirn wie ein Spiegelei», tröstete im Sci-Fi-Film «Looper» der Oberbösewicht den verwirrten Zeitspringer über dessen krassen Jetlag hinweg. Konfus ob all der Zeitsprünge von «Terminator Genisys» trösten wir uns mit der Erkenntnis, dass sich Zeitreisen stets jeglicher Logik und physikalischer Gesetze entziehen. Aber egal, schliesslich geht niemand wegen der Logik in den neuen Kinostreich von Arnold Schwarzenegger. Solange es nur mächtig kracht und krawallt (in 3-D) und Arni («alt, aber nicht überflüssig») kalauert, ist das jugendliche Zielpublikum zufrieden.

Seine Kampfkumpane (Emilia Clarke, Jay Courtney) lässt der Terminator nicht hängen...
© © Paramount Pictures Switzerland

Seine Kampfkumpane (Emilia Clarke, Jay Courtney) lässt der Terminator nicht hängen...

Wer allerdings anno 1984 bei der ersten Ankunft des Maschinenmenschen in der Zeitzeit dabei war, wird in der fünften Folge nicht nur zeitreisen-konfus sein, sondern auch ob der vielen Déja-Vues enttäuscht. Wie schon in «Jurassic World» gibts bis auf grösser/böser/lauter in «Terminator Genisys» wenig Neues. Das Wenige, immerhin: Emilia Clarke (die blonde Prinzessin aus «Game of Thrones») als Mutter von Weltenretter John Connor (Jason Clarke, im wahren Leben nicht verwandt mit Emilia…) macht ihre Sache gut, so gut es eine Schauspielerin eben ohne vernünftiges Drehbuch und Dialoge machen kann. Und die kleine dralle Engländerin ist ja ein Augentrost. Noch ein Trösterchen: Der Film erreicht den Kultstatus all seiner Vorgänger bei weitem nicht, aber von einem missratenen Sequel geht die Welt ja nicht unter…

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