Kinotipp «Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings»

Zu kalt für den Spaziergang oder die Shoppingtour? Geht ins Kino! Da ists warm, und im Dok-Film von Thomas Haemmerli über Dichtestress und Wohnsituation gibts viel zu lernen und noch mehr zu lachen.
Szene aus «Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings»
© filmcoopi

Züri brennt in Haemmerlis Fatasie.

Dokfilm – das hört sich nach Bildungsprogramm an, staubtrocken und humorfrei. Nicht eben das, was man im Kino sucht. Keine Bange: Thomas Haemmerli bietet zwar Belehrung mit Daten, Fakten und Zahlen, aber er garniert das alles mit Humor, knackigen Bildern, Comic-Einschüben und verblüffenden Schnitten. Aufgrund seiner eigenen Wohn-Biografie (aufgewachsen am noblen Züriberg, dann Hausbesetzer in Abbbruchbuden, später Zweitwohnungsbesitzer mit Domizilen in Tiflis, Sao Paulo, Mexiko City und Zürich) erklärt er uns, was mit Gentrifizierung genau gemeint ist.

Szene aus «Die Gentrifizierung bin ich. Beichte eines Finsterlings»
© filmcoopi

Haemmerli mit Kids.

Eine Perle von Dokfilm und eine Steilvorlage zu Diskussionen um Dichtestress, Stadtarchitektur, Ausnutzungsziffern und Wohnqualität. Wer Haemmerlis «Sieben Mulden und eine Leiche» mochte, wird diesen Immobilien-Porno lieben. 

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