Kinotipps: «Jupiter Ascending» und «The Interview» Fremde Welten

Im Sci-Fi-Epos «Jupiter Ascending» reisen wir in fremde, gefährliche Galaxien, zusammen mit der hinreissenden Mila Kunis und ihrem fliegenden Beschützer Channing Tatum. Krass, unkorrekt und skandalös gefährlich sind die Stichworte zu «The Interview». Die Komödie löste Terror-Drohungen und einen globalen Politskandal aus.
Jupiter Ascending Mila Kunis
© WARNER BROS (TRANSATLANTIC) INC.

Mila Kunis in «Jupiter Ascending».

«Jupiter Ascending»

Wenn die Wachowskis neue Welten fürs Kino kreieren,  dauert das schon eine Weile. Für die Wartezeit entschädigten sie uns coolen Filmen wie «V for Vendetta» oder «Speed Racer» oder mit Epen wie der «Matrix»-Trilogie, welche Massstäbe für das Sci-Fi-Genre setzte. Jetzt verblüfft uns das Geschwisterpaar aufs Neue mit einem Space-Abenteuer: «Jupiter Ascending»ist ein optisches Spektakel der Oberliga. Fantastische Bauten, opulente Kostüme, verrückte Flug- und Fahrzeuge, krasse Hitech-Gadgets, grauslige Monster und die gaaanz grosse Trickkiste machen das Weltraum-Märchen zum perfekten Kinovergnügen der Popcorn-Klasse.

Jupiter (Mila Kunis) erfährt, dass wir nicht allein sind im Universum.
© Walt Disney Switzerland GmbH

Jupiter (Mila Kunis) erfährt, dass wir nicht allein sind im Universum.

Jupiters neue Heimat im Landeanflug.
© Walt Disney Switzerland GmbH

Jupiters neue Heimat im Landeanflug.

Mila Kulis ist eine Augenweide, ob sie nun als Putzfrau Toiletten schrubbt oder als unfreiwillige Menschenretterin in Haute Couture-Fummel vors Volk tritt. Muskelmann Channing Tatum gibt trotz Kinnprothese und Vollbart einen glaubwürdigen Rettungsflieger, und Eddie Redmayne hat offensichtlich Spass an seiner Bösewichtrolle. (Kinostart: 5. Februar 2015)

 

«The Interview»

Die Story ist schnell erzählt: Ein berühmter TV-Talker (James Franco) bekommt die Chance, Kim Jong-Un zu interviewen. Die CIA wittert die Gelegenheit, den unberechenbaren Diktator und Herr über Atomwaffen auszuschalten und bittet den Fernsehmann, den Grossen Führer von Nordkorea zu ermorden.

TV-Talker Dave (James Franco, r.) und sein Produzent Aaron (Seth Rogen) kommen in Nordkorea an.
© Walt Disney Switzerland GmbH

TV-Talker Dave (James Franco, r.) und sein Produzent Aaron (Seth Rogen) kommen in Nordkorea an.

Der Humor in der Geschichte laviert zwischen rabenschwarzem Zynismus, hübschen Parodien und analfixierten Derbheiten, wie wir sie von Scherz-Schwergewicht Seth Rogen kennen (er lieh dem ungehobelten Ausserirdischen «Paul» und dem Sumpfmonster «Shrek» seine Stimme und führte bei «The Interview» Co-Regie, schrieb am Drehbuch mit und übernahm die zweite Hauptrolle). Die Motivation, sich «The Interview» anzusehen ist die gleiche, warum plötzlich jeder und alle «Charlie Hebdo» lesen wollte: Solidarität mit Künstlern, wenns um die Bedrohung Meinungs- und Pressefreiheit geht. Vor der US-Premiere der Komödie kurz vor Weihnachten gingen bei Produktions-Studio Sony Terrordrohungen ein, der Sony-Server wurde gehackt. Die Hackergruppe «Guardians of Peace» drohte mit Anschlägen im Stil von 9/11, der Film «könne zum bitteren Verhängnis werden» und die Welt in Angst und Schrecken versetzen. Sony überliess es den Kinos, ob sie den Film zeigen wollten oder nicht und stellte ihn auf Bezahl-Portalen ins Netz. Weil sich US-Präsident Barack Obama eingeschaltet und die Kinos und Sony aufgefordert hatte, den Film zu zeigen, wurde er vom nordkoreanischen Nationalen Verteidgungskomitee als «Affe im Urwald» beschimpft. Nordkorea sieht in dem Film «Kriegshandlung und unverhohlene Unterstützung des Terrorismus. Es blieb bei den Drohungen, was ja übel genug ist. Es ist schliesslich nur ein Film… (Schweizer Start: 5. Februar)

Auch interessant