Kinotipp: «This Beautiful Fantastic» Gärtner mit der Gräfin

In der bezaubernden Tragikomödie «This Beautiful Fantastic» kommen Fans englischen Humors und Romantikerinnen auf ihre Kosten. Story, Styling und Charme des Film-Märchens erinnern an Amélie vom Montmartre – nur einfach in Englisch und mit Gartenarbeit.
Kinotipp «This Beautiful Fantastic»
© Praesens Film

Verloren im Grünzeug: die neurotische Bella Brown (Jessica Brown Findlay). 

«This Beautiful Fantastic»

Bella Brown (Jessica Brown Findlay, die Lady Sybil aus «Downton Abbey») hat einen Ordnungs-Fimmel: Alles muss in ihrer Welt schnurgerade ausgerichtet, alphabetisch geordnet und rechtwinklig sein. Der Job in einer Bibliothek kommt ihrer Neurose sehr entgegen. Aber jeder Schritt heraus aus ihrer aufgeräumten Wohnung und der stillen Buchausleihe ist ihr ein Gräuel, die chaotische Welt versetzt sie in Angst und Schrecken. Ebenso die Flirtversuche des schusseligen Studenten (Jeremy Irvine), der regelmässig in der Bibliothek auftaucht. Auch ihr vorlauter Nachbar (Andrew Scott, der teuflische Professor Moriarty aus «Sherlock»), als alleinerziehender Vater ein Improvisations-Talent, bringt ihren Seelenfrieden ins Wanken. Vollends zu verzweifeln droht Bella, als ihr griesgrämiger Vermieter (Tom Wilkinson, grandios wie immer) sie zwingt, ihren überwucherten Garten in Ordnung zu bringen, sonst droht die Küdigung.

Kinotipp «This Beautiful Fantastic»
© Praesens Film
Vom Regen in die Traufe: Der Vermieter Alfie (Tom Wilkinson) geniessts, Bella (Jessica Brown Findlay) hassts.

Wie sich Bella mit unkontrollierbarem Grünzeug und wirren Gefühlen zu arrangieren lernt, erzählt der Brite Simon Aboud, Schwiegersohn von Ex-Beatle Paul und Schwager von Modemacherin Stella McCartney, in traumhaft schönen Bildern und mit viel Ironie. Und mit einem Happy End, das uns wieder ans Gute in den Menschen und der Welt glauben lässt.

Kinotipp «This Beautiful Fantastic»
© Praesens Film

Nie ohne Schutzanzug: Bella (Jessica Brown Findlay) beim Gärtnern.

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