Kinotipps «American Pastoral» und «Fantastic Beasts...» Über Töchter und andere Biester

Was tun, wenn das Böse in die heile Welt einbricht? Davon berichten unsere beiden Film-Favoriten von dieser Woche: das Familiendrama «American Pastoral», das Regiedebüt von Ewan McGregor, und der heitere Fantasyfilm «Fantastic Beasts and Where to Find Them» mit Eddie Redmayne.
Noch ist die Welt der Lewows (Jennifer Connelly, Ewan McGregor) heil.
© Ascot-Elite

Noch ist die Welt der Lewows (Jennifer Connelly, Ewan McGregor) heil.

«American Pastoral»

Mit dem Pulitzerpreisgekürten Roman von Philip Roth hat sich der schottische Schauspieler Ewan McGregor einen rechten Brocken vorgenommen für sein Regie-Debüt. Die Geschichte spielt Ende der Sechziger Jahre und erzählt vom erfolgreichen, allseits beliebten Handschuhfabrikanten Swede Lewow (Ewan McGregor) und seiner schönen Frau Dawn (Jennifer Connelly), die ein Bilderbuchleben in einem Provinzstädtchen führen. Die Idylle bricht in sich zusammen, als ihre renitente Teenage-Tochter (Dakota Fanning) sich politisch radikalisiert - gegen den Vietnam-Krieg – und eine Bombe im Postamt zündet, die Menschenleben fordert. 

Ewan McGregor, Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion.
© Ascot-Elite

Ewan McGregor, Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion.

Ewan McGregor liefert (wie gewohnt, seit gut 20 Jahren) als Schauspieler einen beeindruckenden Job ab, und reüssiert auch als Regisseur. Er fängt die bedrückende Atmosphäre der Story gekonnt ein, der Film entwickelt einen heftigen Sog, man zittert und leidet mit den Protagonisten. Bis zum bitteren Ende. Fans von Philip Roth und Eltern von Teenage-Kids sollten sich den Film unbedingt ansehen! 

Style traf Ewan McGregor am Zurich Film Festival und plauderte mit ihm über den Stoff, seinen Job als Direktor, über dieses spezielle Vater-Tochter-Ding (er selber ist Vater von vier Mädels!), über die Schweiz, Süchte und Schokolade.

 

«Fantastic Beasts And Where To Find Them»

An Englisch man in New York: der Magier Newt Scamander (Eddie Redmayne).
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An Englisch Man in New York: der Magier Newt Scamander (Eddie Redmayne).

Die Macher des bildschönen Filmes und die Autorin der Buchverlage, J. K. Rowling, können es noch so oft betonen, dass «Fantastic Beasts…» kein Prequel von «Harry Potter» sei  eins ist sicher: Fans des Zauberlehrlings werden in diesem Film glücklich werden. Es wird aufs Heftigste gezaubert, die Welt auf der Leinwand ist um Längen magischer als unsere, es wimmelt von seltsamen Kreaturen, die nicht alle den Menschen wohlgesinnt sind. Und mit Eddie Redmayne («The Danish Girl», «The Theory of Everything») schwingt ein Publikumsliebling den magischen Stab, der allein den Eintritt wert ist. 

 

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