Kinotipps: «Flitzer» & «Borg McEnroe» Die schönste Nebensache der Welt

Diese Woche wird's im Kino sportlich, es geht um Fussball und Tennis. Und um Sportwetten. Um blankliegende Nerven und nackte Füdlis. In der Schweizer Komödie «Flitzer» zieht sogar Beat Schlatter blank – für Geld. Und in «Borg McEnroe» lässt Shia LaBoeuf die Rampensau raus.

«Flitzer»

Szene aus «Flitzer»
© Frenetic Films

«Flitzer» von und mit Beat Schlatter (rechts) ist ab heute im Kino.

Endlich mal wieder eine gelungene Schweizer Komödie! Mit einem Schuss Frivolität, schliesslich geht's ums Flitzen. Die Idee stammte von Beat Schlatter, der gleich in die Hauptrolle schlüpft – und aus den Kleidern. 
Doch von Anfang an: Der Deutschlehrer Balz Näf (Beat Schlatter) hat sich mit dem Einrichten eines Gottfried-Keller-Museums finanziell in die Bredouille geritten. Sein Coiffeur Kushtrim (Bendrit Bajra) bringt ihn auf die Idee, mit Sportwetten wieder Geld zu beschaffen. Statt auf Tore wettet man bei Näf & Kushtrim ganz illegal darauf, wie lange ein Flitzer auf dem Spielfeld bleibt, bis ihn die Ordnungshüter einfangen. Die schrägen Wetten werden zum Renner. Um den Nachschub an Spielfeld-Blüttlern zu sichern, bildet Näf gleich selber welche aus. Eine findige Polizistin (Doro Müggler) heftet sich dem illegalen Wett-König an die Fersen. 

Szene aus «Flitzer»
© Frenetic Films

Die Flitzer ziehen blank.

Neben den beiden Komikern in den Hauptrollen konnte Regisseur Peter Luisi («Der Sandmann», «Schweizer Helden») einige VIPs aus Sport und Comedy für den frivolen Film gewinnen: Dominic Deville, Christian Stucki, Jörg Stiel, Büne Huber, Rainer Maria Salzgeber, Fredy Bickel, Moritz Leuenberger und den grossartigen Gilbert Gress. 

In der aktuellen Style lesen Sie das Zeitgeist-Interview mit Bendrit Bajra über Fussball, Wetten, sein Leinwand-Debüt und seine erste Zigarette.

«Borg McEnroe»

Shia LaBoeuf und Sverrir Gudnason als John McEnroe und Björn Borg
© Ascot-Elite

Shia LaBoeuf und Sverrir Guðnason als John McEnroe und Björn Borg.

Bei dieser schwedischen Produktion geht's ab auf den Tennisplatz, genauer gesagt auf den Center Court in Wimbledon. Im Final des Grand Slam-Turnieres 1980 stehen der kühle, introvertierte Björn Borg (Sverrir Guðnason) und der rüpelhafte John McEnroe (Shia LaBoeuf) aus New York. Wie das Match ausging, wissen Tennisfans eh. Spannend bleibt der Film trotzdem, zeigt er doch den Weg zweier sehr gegensätzlichen Charaktere an die Weltspitze. Und wie bei jedem schwedischen Film ist auch einer vom Skarsgård-Clan mit dabei: Stellan. Er spielt den Trainer von Borg. Der Tennis-Thriller bekam am ZFF viel Applaus – nicht nur von Tennisfans.

 
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