Kinotipps: «Das ewige Leben» & «Pause» Sympathische Schlufis

Weihnachten für Fans von Hader/Brenner: Josef Hader, einer der grossartigsten Kabarettisten aus Österreich, einem an grossartigen Kabarettisten wahrlich reich gesegneten Land, schlüpft zum vierten Mal in die Haut des abgewrackten Ex-Polizisten Brenner. Sein vierter Streich, «Das ewige Leben», feiert diese Woche Vorpremiere, und Hader ist leibhaftig dabei. Heute in Zug, morgen in Bern und Zürich, am Freitag in Basel und St. Gallen. Ausserdem zu entdecken: «Pause», eine zauberhafte Komödie aus dem Welschland.

«Das ewige Leben»

Den Brenner gross vorstellen muss man eigentlich nicht. Der abgehalfterte Ex-Bulle aus der Feder von Wolf Haas geniesst bei Krimi-Fans Kult-Status. Auch dank seines Darstellers Josef Hader. Nach «Der Knochenmann», «Silentium» und «Komm, süsser Tod» verkörpert Hader jetzt in «Das ewige Leben» zum vierten Mal den schlampig-schlauen Detektiven, dem die Bösewichte und das Leben so übel mitspielen. Im neuen Brenner-Leinwand-Streich kehrt er, jetzt total pleite, mit seinem Mofa in seine Heimatstadt Graz zurück, genau gesagt nach Puntigam, wo er ein baufälliges Haus geerbt hat. Es regnet durchs Dach, der Strom ist abgestellt, und den Brenner plagt eine grauenhafte Migräne. Aus lauter Verzweiflung schiesst er sich mit seiner alten Dienstwaffe, einer Walther PPK, in den Kopf. Oder wars ein Mordversuch? Wars einer von Brenners ehemaligen Jugendfreunden, mit denen er ein dunkles Geheimnis teilt?

Der Brenner (Josef Hader) und der Biedermann, sein Nachbar (Johannes Silberschneider).
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Der Brenner (Josef Hader) und der Biedermann, sein Nachbar (Johannes Silberschneider).

Wir wissen es nicht, und der Brenner auch nicht, denn der hat sein Kurzzeitgedächtnis verloren. Was es mit dem Banküberfall und dem Badeurlaub aus seinen  Träumen auf sich hat - sehen Sie ab 28. Mai im Kino. Wer Josef Hader live erleben will, kann das an der Torpremiere heute 20. Mai um 20 Uhr im Gotthard in Zug tun, am 21. Mai um 18.30 Uhr im cineMovie in Bern und um 20.45 Uhr im RiffRaff in Zürich, am Freitag 22. Mai um 18 Uhr und 18.30 im Atelier 1 und 2 in Basel und um 20.30 Uhr in der Lokremise in St. Gallen.

«Pause»

So glücklich waren sie mal: Sami (Baptiste Guilliéron) und Julia (Julia Faure).
© © filmcoopi

So glücklich waren sie mal: Sami (Baptiste Guilliéron) und Julia (Julia Faure).

Wie man mit Musik das Herz einer Frau (zurück-)erobert, zeigt die wunderbare Komödie «Pause» des Waadtländers Mathieu Urfer. In der welschen Version von «Inside Lewis Davis» fällt der schlufige Singer/Songwriter Sami (Baptiste Gilliéron) aus allen Wolken, als seine taffe Freundin Julia (Julia Faure) eine Beziehungspause will. Sami holt sich Trost und Rat bei seinem grossväterlichen Freund Fernand (André Wilms), dem trinkfreudigen Alten aus dem Heim.

Bringt der Mann mit der Gitarre (André Wilms) die beiden wieder zusammen?
© © filmcoopi

Bringt der Mann mit der Gitarre (André Wilms) die beiden wieder zusammen?

Die frischen Gesichter der beiden Hauptdarsteller, tolle Musik, ein luftig-leichtes Drehbuch voll schrägen Humors und die stimmiungsvollen Bilder von Kamera-Mann Timo Salminen (er arbeitete oft mit Aki Kaurismäki) machen aus dem Film einen Leckerbissen! Ab 21. Mai im Kino.

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