Kinotipps: «Denial» und «Victoria» Frauen in der Bredouille

Mit Rachel Weisz und Virginie Efira gibts diese Woche zwei grossartige Frauen im Kino zu erleben: Die Engländerin Weisz im Gerichtsdrama «Denial», die Belgierin Efira in der köstlichen Beziehungskomödie «Victoria».
Muss vor Gericht den Holocaust «beweisen»: Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz).
© Filmcoopi

Muss vor Gericht den Holocaust «beweisen»: Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz).

«Denial»

In dem beklemmenden Gerichtsfilm tritt die jüdische Historikerin Deborah E. Lipstadt (Rachel Weisz) gegen den Holocaust-Leugner David Irving (gruselig gut: Timothy Spall) an.

Timothy Spall spielt den grässlichen David Irving fürchterlich gut.
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Timothy Spall spielt den grässlichen David Irving fürchterlich gut.

Aufgrund des britischen Justizsystems muss Lipstadt nicht nur sich verteidigen, sondern auch beweisen, was alle Welt weiss: dass der Holocaust stattgefunden hat. Der auf Tatsachen beruhende Film gewinnt in Zeiten von «Fake News» umso mehr an Aktualität und Brisanz. Und Rachel Weisz zeigt einmal mehr, dass sie zu den beachtenswertesten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört.

«Victoria»

Goldiges Gemüt: Anwältin Victoria (Virginie Efira) an einer Hochzeitsfeier.
© Frenetic Films

Goldiges Gemüt: Anwältin Victoria (Virginie Efira) an einer Hochzeitsfeier.

Sehr viel heiterer geht es in der frivolen, französischen Komödie «Victoria» zu. Die titelgebende Figur ist eine überaus erfolgreiche Anwältin, als alleinerziehende Mutter aber hat sie gar nix im Griff, erst recht nicht ihr Liebesleben. Das ändert sich erst, als sie einen männlichen Babysitter anstellt  ob zum Besseren, verraten wir nicht. In Frankreich ist die «Victoria»-Darstellerin Virginie Efira ein Star. Hierzulande kennt man sie aus «Elle», wo sie neben Isabelle Huppert auftrat. Auch ihr Filmpartner Vincent Lacoste ist in der Grande Nation ein Publikumsliebling, spätestens seit Julie Delpys köstlicher Komödie «Lolo» um einen rotzigen Teenager, der den neuen Liebhaber der Mutter vergraulen will. 

Der Film ist übrigens sehr viel lustiger als der platte deutsche Titel «Männer und andere Missgeschicke» vermuten liesse.

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