Kinotipps: «Doctor Strange» «The Girl on the Train» «Swiss Army Man» Superheld, Säuferin, Wasserleiche

Das Hudelwetter treibt uns ins Kino. Wie gut, dass heute gleich drei sehenswerte Filme anlaufen: «Doctor Strange», eine humorige Comic-Adaption mit unserem Lieblings-Cumberbatch. «The Girl on the Train», ein blutiger Thriller mit einer oscarverdächtigen Emily Blunt. Und «Swiss Army Man», eine köstliche Nonsens-Komödie mit einer quicklebendigen Wasserleiche. 
Kann Shakespeare und Comic: Benedict Cumberbatch als Dr. Strange.
© The Walt Disney Company Switzerland

Kann Shakespeare und Comic: Benedict Cumberbatch als Dr. Strange.

«Doctor Strange»

Für diese Marvel-Verfilmung sprechen mindestens fünf Gründe: 1. Es ist eine Marvel-Verfilmung. Die sind immer lustiger und krasser als DC und Co. Der Humor bewegt sich auf den Höhe von «Guardian of the Galaxy», also hoch oben. 2. Die optischen Tricks sind Spitzenklasse. Da falten sich ganze Strassenzeilen in ungeahnte Dimensionen, Fassaden kehren ihr mechanisches Innee nach aussen. Das ist «Inception» hoch zwei – WOW! 3. Stan Lee, geistiger Vater von Doctor Strange und gefühlten 158 anderen Superhelden, hat seinen gewohnten Cameo-Auftritt. 4. Benedict Cumberbatch spielt die Hauptrolle. Die bereitet ihm sichtlich Spass. Uns ebenso. Und Mads Mikkelsen den bösen Widersacher. Das war jetzt Grund Nummer 4 1/2.

Nach seinem Autounfall sucht Strange (Benedict Cumberbatch) Heilung in Nepal.
© The Walt Disney Company Switzerland

Nach seinem Autounfall sucht Strange (Benedict Cumberbatch) Heilung in Nepal.

Grund Nr. 5: Der Auftritt von Chris Hemsworth alias Thor nach dem Abspann lässt auf eine Fortsetzung schliessen. Wir stimmen dem Overkill von Sequels selten zu, im Falle von «Doctor Strange» lassen wir uns gern eine weitere Folge gefallen. 

 

«The Girl on the Train»

Die Alkoholikerin Rachel (Emily Blunt) redet ihrem Spiegelbild gut zu.
© Ascot-Elite

Die Alkoholikerin Rachel (Emily Blunt) redet ihrem Spiegelbild gut zu.

Klar, Sie gehören zu den Zillionen, die das Buch von Paula Hawkins gelesen haben. Und Sie wissen noch genau wie es ausgeht. Kein Grund, den Film nicht im Kino gucken zu gehen. Allein schon wegen Emily Blunt. Als verkrachte Existenz und Alki und Stalkerin zeigt sie eine ihrer besten Leistungen. Das will was heissen, denn was immer die Britin spielt, spielt sie grossartig. Und als Kennerin der Story wissen Sie ja: es wird explizit und blutig. 
Mehr zum Film und Emily Blunt lesen Sie im Magazin der aktuellen Style.

 

«Swiss Army Man»

Eine Reise ins Universum Absurdistan, auf den Planeten Grotesky, in den Quadranten Fantasia. Daniel Radcliffe tritt als furzende Wasserleiche auf, Paul Dano als moderner Robinson. Die beiden leisten sich Gesellschaft auf der einsamen Insel, die gar keine einsame Insel ist und spielen das richtige Leben nach, obwohl einer schon tot ist.

Eine glückliche Leiche im Klee (Daniel Radcliffe).

Eine glückliche Leiche im Klee (Daniel Radcliffe).

Neben all der schrillen Komik bietet der Film überaus poetische Momente, etwa die nachgestellte Busfahrt im Dschungel und die Filmzitate im imaginären Kinosaal. Nicht jedermanns Sache – aber sicher einen Versuch wert!

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