Kinotipps: «Ghost in the Shell» und zwei Städtereisen Von Tokio über Bolivien nach Helsinki

Ins Kino? Bei diesem Wetter?? Tja, am Wochenende soll es regnen … Und da empfehlen wir euch drei Städtereisen via Leinwand: Mit «Ghost in the Shell» ins Tokio der Zukunft, mit «The Lost City of Z» in eine untergegangene Dschungelstadt und mit «The Other Side of Hope» ins nostalgisch patinierte Helsinki von Aki Kaurismäki.  
Menschmaschine Major (Scarlett Johansson) multidimensional.
© Universal Pictures International Switzerland

Menschmaschine Major (Scarlett Johansson) multidimensional.

«Ghost in the Shell»

Die Realverfilmung des Kult-Mangas ist einer der sehnsüchtig erwarteten Blockbuster der Saison – und er erfüllt die hohen Erwartung in jeder Hinsicht. Erstens: Die Optik ist vom Allerfeinsten, düster, futuristisch, vielschichtig – erst recht in 3D. Hier bringt der Einsatz dieser Spielerei echten Mehrwert. Das Tokio der Zukunft mit meterhoher animierter Werbung und krassen Bauten ist ein Augenschmaus. Zweitens: Scarlett Johansson ist als Mensch-Maschine eine Wucht: topfit, wunderschön und sehr mysteriös.

Wehe dem, wer sich Major (Scarlett Johansson) in den Weg stellt.
© Universal Pictures International Switzerland

Wehe dem, wer sich Major (Scarlett Johansson) in den Weg stellt.

Drittens: Die Story überzeugt. Neben bombastischen Action- und Prügelszenen sorgen philosophische Einsprengsel ums Thema Enhancement (die Verbesserung des Menschen durch Technik) für ein Quäntchen Tiefgang. Viertens: Michael Pitt («Funny Games», Serien «Boardwalk Empire» und «Hannibal») ist unser Lieblings-Bösewicht, irgendwo angesiedelt zwischen unseren Alp- und feuchten Träumen. We love the Villains. Und bangen doch mit der toughen Heldin, dass sie diesen ganzen Irrsinn überlebt.

In der ansprechenden Shell (Hülle) verbirgt sich ein suchender Geist.
© Universal Pictures International Switzerland

In der ansprechenden Shell (Hülle) verbirgt sich ein suchender Geist.

«The Lost City of Z»

Eine wahre Abenteuergeschichte und ein toller Cast, das sind die Pluspunkte dieses Films. Wir folgen dem englischen Entdecker Percy Fawcett (1867-1925) in den bolivianischen Dschungel, wo er diesen weissen, beziehungsweise giftgrünen Fleck auf der Landkarte vermessen soll, und dabei auf die Spuren einer versunkenen Stadt stösst.

Entdecker Percy Fawcett (Charlie Hunnam) sieht die versunkene Stadt vor lauter Bäumen nicht.
© Ascot-Elite

Entdecker Percy Fawcett (Charlie Hunnam) sieht die versunkene Stadt vor lauter Bäumen nicht.

In die Fussstapfen des verwegenen Weltenbummlers steigt Leckerli Charlie Hunnam, es begleiten ihn Robert Pattinson, Tom Holland und Angus MacFayden. Die brav zu Hause ausharrende Ehefrau wird von der bezaubernden Sienna Miller gespielt. 

Gut versteckt hinter Bart und Hut: Robert Pattinson, Ex-Vampir.
© Ascot-Elite

Gut versteckt hinter Bart und Hut: Robert Pattinson, Ex-Vampir.

Die brave Ehefrau (Sienna Miller) zieht zuhause die Kids gross.
© Ascot-Elite

Die brave Ehefrau (Sienna Miller) zieht zuhause die Kids gross.

«The Other Side of Hope»

Zum neuen Film von Aki Kaurismäki, dem zweiten der Hafenstädte-Trilogie nach «Le Havre», gibt es eigentlich nur eins zu sagen: Er läuft jetzt im Kino. Fans des finnischen Regisseurs haben drauf gewartet und werden ihn sich sofort reinziehen (und glücklich werden). Wem der Name (Aki Kari-viewiel?) nichts sagt, bekommt in «The Other Side of Hope» die Chance, einen Filmemacher kennenzulernen, der wie kein anderer versteht, Melancholie und Pastellfarben zu vereinen, Sympathie für schräge Vögel zu wecken, Humor neu zu definieren und Helsinki by night strahlen zu lassen. Und so sieht das aus: 

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