Kinotipp: «Ghostbusters» Jetzt spukts weiblich

Aus all den Sequels, Prequels und Remakes, mit denen uns Kinofans Hollywood seit langem abspeist, sticht «Ghostbusters» als geistreicher Spass heraus. Einem starken Frauen-Quartett und einem süffigen Drehbuch sei Dank. Lassen Sie sich diese Woche im Kino be-geistern!
Putztruppe der geistreichen Art: die neuen Ghostbusters.
© The Walt Disney Company Switzerland

Putztruppe der geistreichen Art: die neuen Ghostbusters.

Die Story ist eigentlich die gleiche wie beim Original anno 1984: Vier Geisterjäger spüren mit seltsamen Geräten Geister auf, fangen sie in Büchsen ein und retten damit die Welt vor den schleimigen Grüseln aus dem Jenseits. Neu ist die Besetzung der Hauptfiguren: Diesmal tritt ein Frauen-Quartett den neonbunten Spukgestalten entgegen.

Who you gonna call? Lesli Jones, Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon
© The Walt Disney Company Switzerland

Who you gonna call? Lesli Jones, Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon

Und darin liegt der Mehrwert: Denn die vier Ladies Kristen Wiig, Melissa McCarthy, Kate McKinnon und Leslie Jones, alle mit «Saturday Night Live»-Vergangenheit, sind klasse, die Chemie zwischen ihnen sprüht ganz ohne Filmtrick-Funken. Und ein anspielungsreiches, humorgespicktes Drehbuch bietet dem Damenkränzchen eine solide Basis, ihre Mutterwitze zu entwickeln. Alle grossen Horror- und Geisterfilme der letzten Dekaden werden genüsslich zitiert: von «Der Exorzist» über «Der weisse Hai», «Shining» bis zu «Ghost», «Casper» und «Dirty Dancing» – sorry an alle Fans des Tanzboden-Kitsches … Sogar Michael Jacksons Video-Clip «Thriller» wird angespielt. Als Zückerchen geben sich die Original-Jäger in Camoes die Ehre: Billy Murray, Dan Akroyd, Sigourney Weaver, sogar der verstorbene Harold Ramis tritt in Form einer Bronze-Büste auf.

Chris Hemsworth als Kevin, Quoten-Kerl mit viel Muckis und wenig Grips.
© The Walt Disney Company Switzerland

Chris Hemsworth als Kevin, Quoten-Kerl mit viel Muckis und wenig Grips.

Als Quoten-Kerl tritt ausserdem ein wunderbar selbstironischer Chris Hemsworth auf, als geistig minderbemittelter Vorzimmer-Toyboy und Zielscheibe sexistischer Witze. Fazit: pure Unterhaltung, aber das vom Feinsten. Und hier zum Mitsingen:

 

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