Kinotipps «I, Tonya» und «The Post»

Wer in zwei Wochen bei den Oscars mitreden will, muss jetzt ins Kino. Was heisst hier muss... «I, Tonya» bietet beste Unterhaltung mit zwei fantastischen Frauen: Margot Robbie als trashy Eisprinzessin und Allison Janney als ihre bärbeissige Mutti. «The Post» ist Geschichtsunterricht vom Feinsten, wie das nur Meister Steven Spielberg hinbekommt.
Szene aus «I, Tonya»
© Ascot-Elite

Die kleine Tonya und ihre Mutter/Trainerin LaVona (Allison Janney).

«I, Tonya»

Da ist alles drin, was gutes Kino braucht: eine krasse Story von Aufstieg und Fall (der Eiskunstläuferin und Olympionike Tonya Harding), ein knackiges Drehbuch voller Drama, Tempo und Humor – und vor allem fantastische Schauspielerinnen! Man mag sowohl Margot Robbie («The Wolf of Wall Street», «Suicide Squad») als auch Allison Janney einen Oscar gönnen. Die ewige Nebenrollen-Darstellerin Allison Janney («West Wing», «Masters of Sex») durfte schon einen Golden Globe und einen BAFTA nach Hause tragen für ihre Verkörperung der Eislauf-Mutti schlechthin. So ein Reibeisen wie Janney das spielt gabs schon lange nicht mehr auf Leinwand. Ein Ereignis!

Szene aus «I, Tonya»
© Ascot-Elite

Margot Robbie als Tonya Harding.

«The Post»

Szene aus «The Post»
© Universal Pictures International

Tom Hanks und Meryl Streep geben Chefredaktor Ben Bradlee und Verlegerin Kay Graham.

Auch das ein Film, basierend auf einer wahren Geschichte. Es geht um den ersten Leak in der US-Geschichte: die Veröffentlichung der Pentagon-Papers durch die Zeitung «The Washington Post», die dann zur Beendigung des Vietnam-Krieges 1975 beitrugen. Steven Spielberg gelingt es einmal mehr, Geschichte(n), wie es war oder gewesen sein könnte, spannend aufzubereiten und packend nachzuerzählen. Mit Meryl Streep als Verlegerin der «Post» und Tom Hanks als Chefredaktor des Blattes sind die Hauptrollen hochkarätig besetzt. Und: Das Loblied auf Qualitäts-Journalismus hat durchaus einen aktuellen Bezug.

Auch interessant