Kinotipps: «The Mummy» und «Sage femme» Alte Schachteln, sackstark

Mit Sofia Boutella & Annabelle Wallis (nebenbei: Tom Cruise) in «The Mummy» und mit Catherine Deneuve & Catherine Frot in «Sage Femme» gehört die Kinowoche den taffen Ladies. 
Hilfe, es lebt! Grabräuber Nick Morton (Tom Cruise) und Archäologin Jennifer (Annabelle Wallis).
© Universal Pictures International

Hilfe, es lebt! Grabräuber Nick Morton (Tom Cruise) und Archäologin Jennifer (Annabelle Wallis).

«The Mummy»

Tom Cruise hat sich mal wieder fit gemacht für einen grossen Action-Film und das sieht erstaunlich gut aus. Der Mittfünfziger gönnt sich (und uns) gleich mehrere Oben-Ohne-Szenen. Die meisten Stunts erledigt Mister Cruise übrigens nach wie immer selber – in «The Mummy» die famose Schwerelos-Szene im abstürzenden Flugzeug. 64 Takes und zwei Drehtage dauerte der Krampf, der viele Mägen umgedreht habe – ausser denen von Tom und Annabelle Wallis, gaben die beiden stolz zu Protokoll. 

Schmeisst seine Partnerin (Annabelle Wallis) aus der Flieger: Abenteurer Nick (Tom Cruise).
© Universal Pictures International Switzerland

Schmeisst seine Partnerin (Annabelle Wallis) aus der Flieger: Abenteurer Nick (Tom Cruise).

Die schöne Britin, die wir aus «King Arthur» und «Peak Blinders» kennen, hat einen fulminanten Start im Film: Sie verpasst als erstes ihrem Megastar-Partner eine saftige Ohrfeige. Noch viel härter ran nimmt ihn die Hauptdarstellerin Sofia Boutella (die Klingenspringerin aus «The Kingsman»), die in die titelgebende Rolle der Mumie schlüpft und dem Grabräuber Nick (Tom Cruise) nach dem Leben trachtet.

Sieht rot und doppelt: die als Mumie auferstandenen ägyptische Herrscherin (Sofia Boutella).
© Universal Pictures International Switzerland

Sieht rot und doppelt: die als Mumie auferstandenen ägyptische Herrscherin (Sofia Boutella). 

Mit von der Partie ist auch Russell Crowe als Dr. Jekyll, der sich in Mister Hyde verwandelt und es ebenfalls auf Nick abgesehen hat.

Treibt ein doppeltes Spiel: Dr. Henry Jekyll (Russell Crowe).
© Universal Pictures International Switzerland

Treibt ein doppeltes Spiel: Dr. Henry Jekyll (Russell Crowe).

Wers laut und schrill und temporeich mag, bekommt im ersten Film von Dark Universe, einem Ableger der Universal Studios für Monster-Stoffe, die volle Ladung.

«Sage femme»

Fast beste Freundinnen: Béatrice (Catherine Deneueve) und Calire (Catherine Frot).
© Ascot-Elite

Fast beste Freundinnen: Béatrice (Catherine Deneueve) und Calire (Catherine Frot).

Die eine Heldin dieses Filmes, Catherine Deneuve, ist nicht ganz so alt wie die altägyptische Mumie, aber mit allerlei Kunstgriffen ebenso frisch und jugendlich erhalten. Sie spielt die frivole, lebenslustige Béatrice, die sich mit der Hebamme Claire (Catherine Frot, sie spielte in «Marguerite», der französischen Version von «Florence Foster Jenkins», viel besser als Meryl Streep!) anfreundet. Die Welt der zurückhaltenden, pflichtbewussten Claire steht grad Kopf: Das Spital, in dem sie seit Jahr und Tag arbeitet, wird geschlossen, ihr Sohn schmeisst das Studium, sie wird Grossmutter, sie verguckt sich in ihren Nachbarn Paul, und die kesse Béatrice stellt sich als die Ex-Geliebte von Claires Vater heraus. Wer diese typisch federleichten französischen Tragikomödien mag, bekommt in «Sage femme» viel zu lachen und eine Breitseite Emotionen ab.

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