Kinotipps «Die göttliche Ordnung» und «Wilde Maus» Was Frauen wollten... und Männer nicht

Diese Woche ist der Gang ins Kino ein Vergnügen – und darüber hinaus Bürgerpflicht. «Die göttliche Ordnung» muss man sich einfach reinziehen, wenn man wissen will, wie die Frauen drauf waren, bevor sie 1971 endlich stimmberechtigt und somit vollwertige Bürger unseres Landes wurden. «Die wilde Maus» als Pendant zeigt, wie Männer von heute so drauf sind.
Will sich Gehör verschaffen: Nora  (Marie Leuenberger) anno 1970.

Will sich Gehör verschaffen: Nora (Marie Leuenberger) anno 1970.

«Die göttliche Ordnung» 

Nora (Marie Leuenberger) will die Appenzellerin vom Frauenstimmrecht überzeugen.
© Filmcoopi

Nora (Marie Leuenberger) will die Appenzellerin vom Frauenstimmrecht überzeugen. 

Endlich: Nora und ihre Genossinnen dürfen an die Uren.
© Filmcoopi

Endlich: Nora und ihre Genossinnen dürfen an die Uren.

Zu diesem Schweizer Film haben Sie schon so viel gelesen und gehört, dass Sie jetzt meinen könnten, ihn gar nicht mehr sehen zu müssen. FALSCH! Dieses Werk von Petra Volpe ist Pflichtstoff, ein überaus vergnüglicher und nachhaltiger by the way. Also, liebe Genossinn, ab ins Kino. Dasselbe gilt für Sie, lieber Leser, übrigens auch. 

«Wilde Maus»

Georg (Josef Hader, rechts) zeigt seinem Chef (Jürg Hartmann), was er von ihm hält.
© Frenetic Films

Georg (Josef Hader, rechts) zeigt seinem Chef (Jürg Hartmann), was er von ihm hält.

…und wenn Sie dann alles über die wilden Weiber von einst erfahren haben, ziehen Sie sich die Moderner-Mann-Studie rein. Der österreichische Kabarettist und Schauspieler Josef Hader (bekannt als Privatdetektiv Brenner aus dem Krimis von Wolf Haas) legt einen grossartigen Regie-Erstling hin und schlüpft gleich in die Hauptrolle.

Der entlassene Georg (Josef Hader) findet auf dem Rummelplatz sein Glück.
© Filmcoopi

Der entlassene Georg (Josef Hader) findet auf dem Rummelplatz sein Glück.

Georg ist ein angesehener Musikkritiker, der seinen Job verliert und damit den Boden unter den Füssen. Ein herrlicher Klamauk mit Tiefsinn und viel schwarzem Humor. 

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