Kulturagenda Unsere 3 Highlights fürs Wochenende

Inspiration für die Wohnung oder den Kleiderschrank kriegt man an der Blickfang Basel, scharfe Beobachtungen komisch erzählt hört man an der Buchnvernissage von Hazel Brugger in Zürich und über die Beziehung von Mensch und Maschine erfährt man Spannendes bis Schauriges in der neu eröffneten Ausstellung im Kunsthaus Langenthal.
Dechem Blickfang Basel Selected
© Dechem

Die zart pastellfarbenen Vasen des tschechischen Designstudios Dechem sind in Basel bei «Blickfang Selected» zu sehen und zu erstehen.

Blickfang Basel, Messe Basel, Halle 3
Lust auf Frühlingsfrisches für die eigenen vier Wände oder die Garderobe, das es nicht überall gibt? Dann nichts wie los an die Designmesse Blickfang, die übers Wochenende nach Basel in die Messhalle 3 kommt. Hier findet man Slow Design anstatt Massenware, und man kann sich mit den jungen, oftmals ortsansässigen Gestaltern direkt austauschen. Gerade auch Männer kommen dieses Jahr auf ihre Kosten, denn es gibt Sonderschauen zum Thema «Gentleman’s Essentials» und «Blickfang Vélo».
Basel, 29. April bis 1. Mai
blickfang.com

Hazel Brugger, Buchvernissage im Restaurant Bank, Zürich
Hazel Brugger ist die Frau mit dem wohl bissigsten Humor der Schweiz und da sie gleichzeitig so wunderbar selbstironisch ist, bleibt sie einem richtig sympathisch. Mit nur 22 Jahren tourt sie mit ihrer Solo-Schau «Hazel Brugger passiert» durch die Schweiz, hat regelmässige Auftritte am Fernsehen und bringt jetzt sogar ein eigenes Buch heraus. Die Vernissage von «Ich bin so hübsch» findet heute (Donnerstag) in Zürich statt, im Lokal Bank am Helvetiaplatz. Moderiert wird der Anlass natürlich von Satiriker Viktor Giacobbo, der das Talent von Hazel ab der ersten Minute erkannt und gefördert hat.
Zürich, 28. April
keinundaber.ch

Hazel Brugger Porträt
© Jessica Wirth

Hazel Brugger, Slampoetin, Kolumnistin und Moderatorin.

Künstliche Intelligenz und Kunst, Kunsthaus Langenthal
Das Kunsthaus Langenthal zeigt gleich zwei Projekte, die sich mit künstlicher Intelligenz und ihren Folgen befassen. Zum einen ist das die !Mediengruppe Bitnik: In ihrer neuen Arbeit geht es um Bots (von Robots), das sind Programme, die automatisiert Aufgaben übernehmen und dabei oft menschliches Handeln simulieren. In Langenthal greift die Gruppe unter anderem auf Daten von der Seitensprung-Plattform Ashley Madison zurück, die von Hackern 2015 veröffentlicht wurden. Dabei wurden nicht nur Mail-Adressen von (sogar gelöschten) Usern weltweit einsichtig, der Skandal bestand auch darin, dass sich kaum echte Frauen registriert hatten und dafür Zehntausende von Bots weibliche User simulierten. Zum anderen zeigt Lauren Hurets Arbeiten, die aus ihren Recherchen im Silicon Valley hervorgingen, wo sie der Frage nach der emotionalen Beziehung von Mensch zu Maschine nachging. Besonders sehenswert sind die zwei Video-Arbeiten «Breaking the Internet» und «Deep Blue Dream II».
Langenthal, 28. April bis 26. Juni
kunsthauslangenthal.ch

kunsthaus Langenthal, !Mediengruppe Bitnik
© !Mediengruppe Bitnik, Foto: Martina Flury Witschi

!Mediengruppe Bitnik, «Solve this captcha: Is anybody home lol», 2016.

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