Sounds der Woche Lana lernt das Stampfen

Diese Woche lernen wir einige uns wohlbekannte Künstler einmal anders kennen. Das sonst gern unbändige Rock-Duo The Black Keys entdeckt seine psychedelische und poppige Seite, Eisblume Lana Del Rey lernt in einer Fremdbearbeitung das Stampfen und Experimental-Elektroniker Flying Lotus schickt in einem neuen Videoclip zwei eher ungewöhnliche Gestalten in die Wüste.

Album der Woche
The Black Keys «Turn Blue»

Hallo Pink Floyd, hallo Creedence Clearwater Revival und hallo Danger Mouse: Das neue Album der Black Keys, jenes Rockduos, das den Blues sonst eher brachial und schmutzig mag, hört sich beim ersten Mal eher ungewohnt an. Eher zu soft und zu dudelig. Aber mit der Zeit merkt man: Eigentlich ist die Grundhaltung noch immer die gleiche und das Songmaterial weitgehend erstklassig. Die Single «Fever», in der Sänger und Gitarrist Dan Auerbach einen verschwitzten Fernsehprediger gibt, ist von der gradlinigsten Sorte.

Lana Del Rey «West Coast (Four Tet Remix)»
Sorry, zum Remix der Vorab-Single zum neuen Lana del Rey-Album «Ultraviolence» hierzu können wir kein Bewegtbild anbieten. Aber das Hörerlebnis bietet eigentlich schon Erlebnis genug: Kieran Hebden alias Four Tet, Genie der experimentellen Tanzmusik, hat dem neuen Stück von Eiszeit-Schönheit Lana Del Rey eine ordentliche Portion Stampf und Zisch verpasst. Hervorragend.

Flying Lotus «Phantasm»
Es treffen sich zwei Gestalten in der Wüste Neuseelands. Die eine könnte den Schafsmanns aus Haruki Murakamis Romanen darstellen. Oder doch eher Cousin Itt aus der «Addams Family» wie andere Blogger vermuteten? Jedenfalls darf dieses haarige Wesen dann zu dem Stück «Phantasm» vom letzten Lotus-Album «Until The Quiet Comes» – Gesang: Laura Darlington – eine Mumie aus- und wieder einwickeln. Zum Vorschein kommt: ein Hologramm.

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