Sounds der Woche Was uns die Hipster raten

Es gibt unterschiedliche Ausgestaltungen der Spezies der Hipster. In Los Angeles, wo sich Ihr geneigter Musikexperte derzeit aufhält, sind sie der Umwelt zugetan, haben stets ein grosses Marmeladenglas dabei (um Flüssigkeit aufzunehmen), kauen auf Zahnstochern mit Zimtgeschmack herum, tragen klobige Bergschuhe zu engen Jeans und finden alles «golden». Und sie wissen über gute Musik wie die von Mac DeMarco Bescheid.

Album der Woche:
Mac DeMarco «Salad Days»

Wer sein Album mit den Worten: «Thank you for joining me, see you again soon, byebye!» beendet, muss das Unprätentiöse mögen. Und er muss ein netter Mensch sein. Nicht dass nette Menschen per se coole Musik machen, aber im Fall von Mac DeMarco, 23, Songwriter aus Kanada, ist dies der Fall. Sein neues Album «Salad Days» ist im gleichen Masse abgehangen wie melodisch verführerisch, rockig und tschumpelig, irgendwie Beatles-verliebt, rund und verträumt rumeiernd. Anspieltipp: «Go Easy».

Cloud Nothings «I’m Not Part Of Me»
Die Cloud Nothings sind eine Indie Band aus Cleveland, Ohio, mit einem leichten Hang zum Punkrock und Resoluten. Und ja, manchmal bricht es mit ihnen durch. In ihrem Clip ist davon allerdings nichts zu sehen: Stattdessen sieht man eine Art Pyjamaparty in Form einer Rückblende. Samt allem, was Mädchen halt so machen, wenn sie sturmfrei haben: Schminken, Haare richten, Karaoke singen, Alkohol panschen, Herumballern mit der Wasserpistole.

Blitz The Ambassador «Make You No Forget» feat. Seun Kuti
Samuel Bazawule alias Blitz The Ambassador, einst von seinem Heimatland Ghana ausgezogen, um in den USA eine Musikkarriere zu verfolgen, hat eine der kraftvollsten HipHop-Shows des Planeten Erde zu bieten. Wer sich davon überzeugen möchte, kann dies am 24. April im Moods in Zürich tun. Nur wenige Tage später erscheint sein Drittling «Afropolitan Dreams», auf dem auch dieses Duett mit Fela Kutis jüngstem Sohn Seun zu hören ist.

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