Buchtipp «Der Farbanschlag» Mehr Farbe für Zürich

Im September 1937 wäre Zürich fast geflutet worden von einem italienischen Anarchisten aus dem Umfeld des Malers Augusto Giacometti. Noch nie gehört davon? Lassen Sie sich über die unglaubliche Geschichte aufklären in der Graphic Novel «Der Farbanschlag» von Comic-Künstler Andreas Müller-Weiss alias Samba Oelek.
Wachtmeister Studer und der Anarchist in Züri.
© Edition Moderne

«Der Farbanschlag» von Comic-Künstler Andreas Müller-Weiss alias Samba Oelek.

Wenn uns Andreas Müller-Weiss alias Samba Oelek Nachhilfe in Schweizer Geschichte erteilt, gehen uns die Augen über.  Der Wahlzürcher aus dem Berner Oberland mit dem ETH-Architekturdiplom tut dies nämlich mittels des Mediums Comic, in aller Kürze, sehr farbig, überaus lebendig. Nach seinen Büchern über den Albert Anker,  Kaspar Stockalper,  General Dufour oder den Sprayer von Zürich hat sich der Comic-Autor nun den Maler Augusto aus dem Künstler-Clan der Giacomettis vorgeknöpft, dessen Glasfenster zahlreiche Zürcher Kirchen schmücken und der die Halle in der Polizeiwache Urania und die alte Börse mit seinen Werke verschönte. Müller-Weiss erzählt in «Der Farbanschlag», Edition Moderne, vor der realen Kulisse vom Zürich der 30er-Jahre einen Polit-Krimi mit vielen historischen und einer fiktiven Persönlichkeit: dem legendären Wachtmeister Studer, der wohl nicht zufällig dem Volksschauspieler Heinrich Gretler gleicht. 

Seite aus «Der Farbanschlag».
© Edition Moderne

Seite aus «Der Farbanschlag».

Auf dem Vorsatzblatt des Buches sind Tatorte und Schauplätze sowie Giacomettis Spuren in Zürich akkurat auf einer Karte vermerkt, im Anhang liefert der Erfinder des historischen Comic Fakten zu den realen Figuren.

Präzision in der Fiktion von Andreas Müller-Weiss.
© Edition Moderne

Präzision in der Fiktion von Andreas Müller-Weiss.

Am Donnerstag, 25. September um 17 Uhr  findet die Buchvernissage der Graphic Novel in ABC Antiquariat Marco Pinkus an der Zähringerstrasse 31 in Zürich statt. Stadtwanderer Benedikt Loderer hält die Laudatio, bis 26. Oktober sind Originalseiten aus «Der Farbanschlag» zu besichtigen. 

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