Kinotipps: «Inherent Vice» und «Fifty Shades of Grey» Verruchte Kerle

Sex, Drugs and Rock'n'Roll jetzt im Kino mit «Fifty Shades of Grey» und «Inherent Vice». Was wollen wir mehr?
Inherent Vice

Joaquin Phoenix und Katherine Waterston in «Inherent Vice»

«Inherent Vice»

Drogen und Rock'n'Roll sind die Grundsubstanzen in der Krimi­-Parodie «Inherent Vice» von Paul Thomas Anderson («Magnolia», «Boogie Nights»). Die Story, basierend auf Thomas Pyntchons gleichnamigem Roman, spielt im San Francisco der Hippie-­Ära, ein abgewrackter Privatdetiktive (Joaquin Phoenix) sucht seine Ex-­Freundin und gerät in einen Strudel von Immobilien-­Skandalen, Drogenhandel und Polizei­-Willkür. Josh Brolinals Haudrauf­-Cop Bigfoot ist grandios, Joaquin Phoenix als versiffter Schnüffler eine Wucht! Erstaunlich, dass seine Leistung nicht mit einer Oscar­Nomination geadelt wurde, aber wahrscheinlich war der Academy der Film zu krass, die Story zu irrwitzig und kaputt. Ein Porträt des Anti­Stars Phoenix lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von SI Style.
Kinostart: 12. Februar 2015

«Fifty Shades of Grey»

Oh ja, es gibt Sexszenen! Sehr explizite. Nein, brutal sind sie nicht. Die Rede ist von der Verfilmung des Erotik-­Romans und Welt-­Bestsellers «Fifty Shades of Grey». Die junge Anastasia Steel (Dakota Johnson) interviewt anstelle ihrer Mitbewohnerin den erfolgreichen Unternehmer und Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) für die Unizeitung. Von der ersten Sekunde an herrscht eine grosse Anziehung zwischen den beiden. Da ist nur ein Problem: Die Studentin ist noch Jungfrau und wünscht sich eine Liebesbeziehung, der Unternehmer aber hat nichts übrig für Romantik («I don't do romance»), dafür eine Vorliebe für Fesselspiele und Peitschen. Und sie lässt sich nach und nach auf seine Welt beziehungsweise sein Spielzimmer ein. Viel mehr geschieht in zwei Stunden Film nicht, und die psychologischen Rückschlüsse für Greys Bindungsängste fallen etwas gar trivial aus. Wieso man den Film trotzdem anschauen sollte? Damit man mitreden kann, natürlich – allein der Trailer wurde über 45 Millionen Mal abgerufen –, und weil der Soundtrack (Annie Lennox, Beyoncé, The Weekend) echt cool ist. Das Buch ist übrigens eine Trilogie, die Filmfortsetzung folgt bestimmt. Der Erstbesetzung für Grey, Charlie Hunnam, wurde das auch zuviel, als er das realisierte, und er sprang ab.
Kinostart weltweit: 12. Februar 2015

Fifty Shades of Grey

Lange mussten wir warten, ab heute, 12. Februar, ist es endlich soweit: «Fifty Shades of Grey» läuft weltweit im Kino an.

Auch interessant